Picher/Strohkirchen : Radweg geht in die Planung

<strong>Hier fehlt ein Stück</strong> Bürgersteig und Radweg bis zur Ortsgrenze in Richtung Strohkirchen. Um den neuen Radweg nicht zu gefährden, will die Gemeinde Picher hier investieren.<strong>Vom Ortsausgang Picher </strong> in Richtung Strohkirchen  wird die Trasse nun geplant.<fotos>Dieter Hirschmann</fotos>
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Hier fehlt ein Stück Bürgersteig und Radweg bis zur Ortsgrenze in Richtung Strohkirchen. Um den neuen Radweg nicht zu gefährden, will die Gemeinde Picher hier investieren.Vom Ortsausgang Picher in Richtung Strohkirchen wird die Trasse nun geplant.Dieter Hirschmann

Zwischen Picher und Strohkirchen soll ein neuer Radweg gebaut werden. Die Planungen für den 4.5 Kilometer langen und zwei Meter breiten Radweg sind angelaufen. Für Picher gibt es aber noch ein Problem.

svz.de von
29. Januar 2013, 10:57 Uhr

Die Gemeindevertretung von Picher hat auf ihrer jüngsten Sitzung den aktuellen Haushalt und das dazugehörige Sicherungskonzept beschlossen. Es ist wieder ein Sparhaushalt geworden. Nach den Worten von Bürgermeister Detlef Christ backt die Gemeinde sehr kleine Brötchen, die auch mit dem neuen Haushalt 2013 nicht größer werden.

Doch ein Vorhaben liegt den Mandatsträgern dennoch sehr am Herzen. Worum geht es? Die Gemeinde bekam in diesen Tagen Post vom Landkreis mit der Information, dass die Planungen zum neuen Radweg von Picher nach Strohkirchen angelaufen sind. Die Schaffung einer Radfahrer-Trasse wurde von Bürgern in den Vergangenheit immer wieder angesprochen und auch die Gemeinden im Amt Hagenow-Land haben großes Interesse an so einer Radverbindung.

"Wir haben mit Freude die Information aufgenommen, dass die Planungen jetzt beginnen. Wann der Radweg dann gebaut wird, wissen wir noch nicht. Das ist sicherlich auch vom Haushalt des Landkreises abhängig. Doch für die Gemeinde entsteht daraus ein Problem, weil uns im Ort Picher etwa 300 Meter Gehweg fehlen bis zum Ortsausgang in Richtung Strohkirchen. Wir wollen natürlich das Projekt des Radweges nicht gefährden und möchten uns da als Gemeinde mit einbringen. Deshalb habe ich auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung die Mandatsträger über die angelaufenen Planungen informiert. Und wir waren uns einig darin, dass wir hier etwas machen müssen, um den fehlenden Anschluss bei uns im Ort herzustellen", so Detlef Christ im Gespräch mit SVZ.

Wie sieht das Radwege-Projekt genau aus? Entlang der Kreisstraße 22 von Picher nach Strohkirchen wird die Trasse geplant, ein Ingenieurbüro bekam dazu den Auftrag. Die Strecke hat eine Länge von 4,5 Kilometern, die Ausbaubreite beträgt zwei Meter und die Trasse soll nach den Worten von Christ in Betonbauweise ausgeführt werden. "Die 300 Meter fehlenden Gehweg müssen wir als Gemeinde finanzieren, damit wir den Anschluss an den Radweg bekommen, und wir müssen ebenso über die Straßenbeleuchtung für dieses Stück nachdenken", so der Bürgermeister. Allerdings wird sich die Finanzierung schwierig gestalten, denn die Bandagen sind im aktuellen Etat der Gemeinde sehr eng. Möglicherweise muss die Gemeinde einen Kredit dafür aufnehmen. "Was die Haushaltskonsolidierung für 2013 betrifft, führt kein Weg an der Erhöhung von Steuern und Abgaben vorbei, um die Einnahmen zu erhöhen", betont der Bürgermeister.

So erhöht die Gemeinde die Grundsteuer A von 250 auf 260 Prozent, die Grundsteuer B steigt von 325 auf 350 Prozent. Ebenso stand die Hundesteuer auf dem Prüfstand und wird nun angepasst. Nach den Worten von Detlef Christ macht der erste Hund jetzt 40 Euro vom Halter pro Jahr erforderlich, der zweite Hund 80 Euro und für den dritten Hund muss der Halter 120 Euro berappen. Die Nutzungsgebühr von Räumen der Gemeinde und der Feierhalle auf dem Friedhof steigt, und der Bürgermeister zahlt Dienstfahrten aus der eigenen Tasche, um den Haushalt zu schonen. Mit diesen und weiteren Maßnahmen will Picher knapp 8000 Euro erbringen. "Erst im Jahre 2016 wird so ein ausgeglichener Etat erreicht", sagt der Bürgermeister.

Picher bleibt dagegen beim Begrüßungsgeld für die Neugeborenen mit 100 Euro und unterstützt die Finanzierung des Lkw-Führerscheins für Kameraden der Feuerwehr bis maximal 1000 Euro. Das sei wichtig für die Einsatzbereitschaft der Wehr, so die Gemeinde.

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