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Straßenbauamt Schwerin will 2014 mit dem Bau beginnen : Radweg an L04 sehnsüchtig erwartet

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Nach 13 Jahren Planung soll im nächsten Jahr mit dem Bau des Radweges zwischen Wittenburg und Zarrentin entlang der L04 begonnen werden. Das bedeutet mehr Sicherheit für alle Pedalritter.

svz.de von
erstellt am 26.Jul.2013 | 11:48 Uhr

Wittenburg/Zarrentin | Was lange währt, wird gut, heißt es bekanntlich im Volksmund. Nach 13 Jahren Planung soll nun im nächsten Jahr mit dem Bau des Radweges zwischen Wittenburg und Zarrentin entlang der L04 begonnen werden. Das bedeutet mehr Sicherheit für alle Pedalritter.

"Das wäre eine komfortable Sache, wenn wir endlich diesen Radweg bekämen. Er wird jedenfalls von uns allen sehnsüchtig erwartet", sagt Walter Hegenbart. Der 79-Jährige führt in Wittenburg die Mittwochs-Radler an. Das ist eine bewegungsfreudige Truppe von 17 Mitstreitern, die mit ihren Drahteseln regelmäßig sowie bei Wind und Wetter die Umgebung erkundet. Immer ab 13 Uhr und über Distanzen von 25 bis 35 Kilometern. "Bisher müssen wir immer über Karft und Bantin nach Zarrentin. Das ist ein Umweg, aber wir meiden die Straße, weil sie für uns zu stark befahren ist. Viele Autos sind auch auf ihr zu schnell unterwegs. Das ist uns einfach zu gefährlich", betont Hegenbart.

Ein Radweg entlang der L04 sei sehr angebracht, meint auch Franz Beintken aus Wölzow. Der 76-Jährige tritt seit einem Jahrzehnt bei den Mittwochs-Radlern in die Pedale, die in den 90er Jahren mal mit fünf Mann begannen. "Der Radweg wird sicherlich gut angenommen", ist der Rentner überzeugt.

Auf der Stadtvertretung am Mittwoch Abend haben sich die Wittenburger Volksvertreter aller Parteien einstimmig für den geplanten Radweg ausgesprochen. Sie mussten eine erneute Stellungnahme zu dem Vorhaben abgeben, da die letzte älter als zwei Jahre ist. Die Planungsunterlagen liegen in digitaler Form im Amt zur Einsicht aus. Bürgermeister Norbert Hebinck bekräftigte an diesem Abend zuvor, dass man dieses Projekt dringend befürworten müsse.

Wie gestern auf SVZ-Nachfrage beim Straßenbauamt in Schwerin zu erfahren war, werde man den Radweg 2014 tatsächlich mit ins Bauprogramm aufnehmen. "Doch das vorbehaltlich der bereitgestellten Mittel", wie Amtsleiter Thomas Taschenbrecker mitteilt. "Sollte es mit dem Baubeginn klappen, werden wir jedoch erst den Radweg zwischen Wittenburg und Waschow, das sind etwa 1,7 Kilometer, realisieren. Der Rest folgt dann 2015 und 2016, also in insgesamt drei Bauabschnitten. Aber immer mit der Maßgabe, dass das Geld dafür auch da ist. Bis dahin werden wohl auch die Grunderwerbsprobleme, die es vereinzelt dort noch entlang der Strecke gibt, geklärt sein."

Insgesamt soll der geplante Radweg einmal rund 8,5 Kilometer lang und 2,5 Meter breit sein. Er beginnt in Wittenburg an der südlichen Ortsumfahrung. Die Gemeinden Wittendörp und Kogel sowie die Städte Wittenburg und Zarrentin sind von der Baumaßnahme betroffen.

Eine, die sich seit 2000 für diese asphaltierte Trasse einsetzt, ist die Wittenburger Stadtvertreterin und Landtagsabgeordnete Dr. Margret Seemann.

"Ich bin immer wieder dran geblieben an dem Thema, habe regelmäßig nachgefragt und Druck gemacht. Zumal es besonders um die Sicherheit der Radfahrer in der gesamten Schaalseeregion geht", bekräftigt die Sozialdemokratin. Sie freue sich jedenfalls, dass es nun offensichtlich vorangehe, mit dem Bau des Radweges.

"Aus zahlreichen Gesprächen mit Bürgern weiß ich, wie sehr diese Verbindung zwischen den beiden Städten gewünscht und gebraucht wird. Schließlich geht es hier ja auch darum, den Tourismus in der Region weiter voranzubringen. Fahrradtouren von Wittenburg nach Zarrentin und umgekehrt werden zukünftig nicht länger gefährlich sein", stellt die Politikerin mit Nachdruck in Aussicht.

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