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Von Wittenburg nach Zarrentin : Radweg an L04 in greifbarer Nähe

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Der „Radweg entlang der L04 von Wittenburg nach Zarrentin“ ist wieder aus der Versenkung gehoben. Es liegen Vorentwürfe für zwei Abschnitte vor. Vielleicht wird er nun Realität.

svz.de von
erstellt am 03.Feb.2013 | 06:42 Uhr

Wittenburg/Zarrentin | Seit gut einem Jahrzehnt wird das Thema "Radweg entlang der Landesstraße 04 von Wittenburg nach Zarrentin" immer mal wieder aus der Versenkung gehoben. Viele Bürgermeister winken bereits resigniert ab, wenn die Sprache auf dieses Vorhaben kommt. Seit zehn Jahren macht sich auch Dr. Margret Seemann zusammen mit Klaus Jarmatz vom Biosphärereservat Schaalsee, Wittenburgs Bürgermeister Norbert Hebinck und dem bereits verstorbenen Wittendörper Bürgermeister Peter Frahm für das Projekt stark. Bringt sie es in politischen Kreisen immer wieder und hartnäckig ins Gespräch.

"Auf meine erneute Nachfrage beim Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern , dass dem Straßenbauamt Schwerin die Vorentwürfe für zwei Abschnitte von Zarrentin nach Waschow sowie von Waschow nach Wittenburg vorlägen. Gegenwärtig sei vorgesehen, den ersten Abschnitt von Waschow nach Wittenburg in 2014 und den Abschnitt von Zarrentin nach Waschow in 2015 zu realisieren. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass ausreichend Haushaltsmittel zur Verfügung stünden", erklärte die Sozialdemokratin in einem SVZ-Gespräch. Sie bleibe an dem Thema dran, weil die enge und durchgängig mit Bäumen begrenzte Landesstraße für Radtouristen eine erhebliche Gefahr darstelle. "Die tägliche Verkehrsstärke liegt bei rund 4000 Fahrzeugen. Deshalb ist sowohl aus Gründen der verkehrssicherheit als auch der Tourismusentwicklung ein solcher Radweg unerlässlich. Als Landtagsabgeordnete trage ich auch verantwortung dafür, dass geld für den Radwegebau zur Verfügung gestellt wird. Deshalb werde ich weiter dafür werben, bis das Bauprojekt starten kann." Es sei Eile geboten, sagt die Landtagsabgeordnete. Denn der Bund stelle bereits ab 2013 weniger Geld für den Rad- und Wegebau zur Verfügung. Auch die EU-Mittel gingen zurück.

Für Wittenburgs Stadtoberhaupt Norbert Hebinck wäre die Sache zu schön, um wahr zu sein. "Wir haben zusammen mit den Bürgermeistern aus Bantin, Wittendörp und Zarrentin immer wieder Anträge gestellt in den letzten Jahren. Bisher ist dieser Radweg jedoch am fehlenden Geld gescheitert. Das Straßenbauamt in Schwerin hat uns jetzt aber wieder um Unterstützung bei den Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern gebeten. Also scheint sich etwas zu bewegen. Dieser Radweg wäre toll für die Einheimischen wie die Touristen, weil die Straße durch ihr hohes Verkehrsaufkommen einfach gefährlich ist", so der Bürgermeister. Denn es habe hier schon einige schwere Unfälle gegeben.

Nach derzeitigem Stand lägen bei den Abschnitten für einen Radweg von Zarrentin bis Waschow und von Waschow bis Wittenburg tatsächlich die Vorentwürfe vor, bestätigte auf SVZ-Nachfrage auch die Pressestelle des Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern. Und es wurden durch die Behörde die beiden kommenden Jahre für eine Realisierung genannt. "Grundsätzlich stehen die möglichen Baubeginne immer unter dem Vorbehalt der ausreichenden Verfügbarkeit von Haushaltsmitteln, so dass unter Umständen unabhängig vom Planungsfortschritt auch eine Verschiebung der Maßnahmen möglich ist", heißt es weiter in der Information an unsere Zeitung. Das bedeutet also wieder das berühmte Hintertürchen, das sich Volker Schlotmanns Ministerium offen lässt.

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