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Zukunft des Wittenburger Pavillons wird hinterfragt : Quo vadis, Schäferbruch?

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Jahrzehntelang war der Pavillion am Schäferbruch in Wittenburg der angesagte Treff für Feste und Konzerte. Nun fällt er immer mehr in die Hände von Vandalen. Ein Antrag für den Abriss des Pavillons wurde schon gestellt.

svz.de von
erstellt am 12.Apr.2013 | 07:17 Uhr

Wittenburg | Es war jahrzehntelang schlechthin der Festplatz für die Wittenburger überhaupt. Die Rede ist von der Fläche im Schäferbruch. Sie ist mächtig in die Jahre gekommen und unbekannte Vandalen suchen sie immer wieder auf. Um beispielsweise am hölzernen Pavillon ihr "Mütchen" zu kühlen. Einen jammervollen Anblick bietet mittlerweile das einst so beliebte Bauwerk und wird von Stangen abgestützt, damit es nicht zusammenfällt.

Seit 1946 lebt Walter Hegenbart in Wittenburg. Seine Wiege stand einst im Böhmerwald. Doch in der Motelstadt hat der 79-Jährige damals seine neue Heimat gefunden. Für deren Geschichte hat der rüstige Senior seitdem immer ein offenes Ohr. "Ich kenne den Schäferbruch ganz gut und habe dort noch erlebt, dass Zirkusse gastierten, Konzerte stattfanden, sich Karussells bei Festen drehten und sich Menschen trafen, um fröhliche Stunden zu verbringen", erinnert sich der Wahl-Wittenburger. Bei Regenwetter sei es dort immer sehr matschig gewesen, weswegen es später auch eine Betonfläche gab.

"Man hat sich dort immer wohl gefühlt, es lag geschützt durch die Bewaldung und die Bäume. Ganz früher stand dort auch eine alte Eiche, die aber leider aus Sicherheitsgründen abgenommen werden musste", erzählt Hegenbart. Auf dem Pavillon, der in vergangenen Tagen höher gestanden habe, hätten früher die Musiker gesessen, die zum Tanz aufspielten", berichtet der Senior weiter. Doch in der jüngster Zeit hätte der Platz, den viele Wittenburger schätzten, an Bedeutung verloren. Besonders, seit eine neue Festwiese hinter der Feuerwehr in der Lindenstraße entstanden sei. "Es wäre zwar schade, wenn der Pavillon verschwände, aber ich kann schon gut verstehen, dass das Ganze aus finanziellen Gründen nicht mehr tragbar ist. So ist leider nun mal die Zeit, in der wir leben."

Genau diese Ansicht vertritt auch der Bürgermeister von Wittenburg. "Wir haben allein in den letzten 15 Jahren immer wieder Geld angefasst und in den Pavillon gesteckt, um die Spuren des leidigen Vandalismus zu beseitigen. Er wurde oft angesägt oder es wurden einfach Holzstücke aus ihm herausgehackt. Die Zerstörungswut kennt hier offensichtlich keine Grenzen. Deshalb habe ich auch auf der Stadtvertretung den Antrag gestellt, ihn abzureißen. Doch hier gehen die Meinungen der Mandatsträger wegen der Historie auseinander", weiß der Stadtobere gegenüber der Schweriner Volkszeitung zu berichten. "Macht es denn wirklich Sinn, dass die Stadt weiterhin jedes Jahr viel Geld ausgibt, oder soll der Pavillon nun endlich ersatzlos abgerissen werden", fragt Hebinck, der im übrigen den Standpunkt vertritt, ein Festplatz sei für die Stadt ausreichend. "Zumal dieser neu gestaltet wurde und alle modernen Anforderungen erfüllt."

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