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Wittenburg : Quecksilber ausgetreten - Innenstadt voll gesperrt

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Aufregung in Wittenburg, alle Straßen dicht. Feuerwehren aus umliegenden Gemeinden rücken zum Gefahrguteinsatz an.

Aufmerksame Passanten haben gestern Nachmittag gegen 17 Uhr wahrscheinlich Schlimmeres in der Motelstadt verhindert. Vielleicht sogar etliche Menschenleben gerettet. Sie hatten nämlich einen ominösen Quecksilberaustritt in Wittenburgs Innenstadt in der  Großen  Straße entdeckt. Woher die Chemikalie stammt, wusste bis zum gestrigen Abend niemand genau zu sagen. Spekulieren wollte auch keiner der am Einsatz Beteiligten. Um nicht den Ermittlungen vorzugreifen. Also erstmal nur allgemeines Schulterzucken.

Die  Feuerwehren von  Wittenburg,  Lehsen, Zarrentin und Pampow kamen mit 38 Kameraden zum sogenannten  „Gefahrguteinsatz“, wie es in der Sprache der Brandbekämpfer heißt. Die Altstadt musste dafür etwa  für zwei Stunden voll gesperrt werden.

Quecksilber ist hochgiftig

„Quecksilber ist hochgiftig, es darf weder berührt noch eingeatmet werden“, sagte Axel Körner, Pressewart der Wittenburger Feuerwehr. Acht Kameraden seien deshalb mit speziellen Chemieschutzanzügen zum Einsatz gekommen, nachdem die Rettungsleitstelle in Schwerin gegen 17.20 Uhr den Alarm ausgelöst habe. Außerdem seien bei den Kameraden aus Pampow ein Dekontaminierungsfahrzeug sowie aus Zarrentin ein Erkunder angefordert worden. Polizei und Rettungsdienst waren ebenfalls vor Ort.

„Bei Quecksilber bilden sich  kleine Kügelchen, die schnell wegrollen. Deshalb werden sie erst einmal mit Wasser gebunden, um die Dämpfe niederzuschlagen. Dann wird das Ganze mit Sand bedeckt und behutsam aufgenommen“, erklärt Körner weiter gegenüber der SVZ das hochsensible Bergungsverfahren. „Lebensgefahr für die Anwohner hat während des Einsatzes zu keiner Minute bestanden“, betonte der Feuerwehrsprecher. Dafür habe man ja schließlich das betroffene Gebiet großräumig abgesperrt, um niemandes Gesundheit zu gefährden.

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erstellt am 28.Jul.2016 | 19:04 Uhr

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