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Lüttow : Quadfahrer donnern illegal durch Kiesgrube

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Sorge um das Biosphärenreservat Schaalsee: Immer häufiger nutzen Quad- und Motorcrossfahrer die Kiesgrube Lüttow illegal für ihren ganz persönlichen Freizeitspaß. Damit stören sie nicht nur die Umwelt.

svz.de von
erstellt am 04.Jun.2013 | 09:38 Uhr

Zarrentin/Lüttow | Seit dem Jahr 2000 wird jeweils am 22. Mai der Internationaler Tag der biologischen Vielfalt gefeiert. In Anlehnung daran fand am vergangenen Sonntag der monatliche Biosphäre-Schaalsee-Markt am Informationszentrum Pahlhuus unter dem Motto "Schutz der biologischen Vielfalt" statt.

Insgesamt dreimal startete an diesem Tag Volker Hempelt, Betriebsleiter der Kiesgrube Lüttow, mit einem kostenlosen Busshuttle und vielen interessierten Besuchern zu einer Rundfahrt über das etwa 270 Hektar große Betriebsgelände an der B95 zwischen Zarrentin und der gleichnamigen Anschlussstelle der Bundesautobahn 24. "Wir wollen mit diesen Exkursionen am heutigen Tag den Naturinteressierten die geologische, biologische und faunistische Vielfalt auf unserem Gelände präsentieren und uns gleichzeitig für die gute Zusammenarbeit mit dem Amt Biosphärenreservat Schaalsee bedanken", sagt Volker Hempelt. Die Exkursionsteilnehmer erfuhren von ihm viel Wissenswertes sowohl über den Kiesabbau und die weiteren Betätigungsfelder der Cemex AG, Betreiber der Kiesgrube in Lüttow, als auch über die bestehende Artenvielfalt besonders in den bereits rekultivierten Bereichen der Kiesgrube. So brauchen die Uferschwalben zum Brüten frische Steilwände, die in den rekultivierten Gebieten stetig neu geschaffen werden müssen.

Probleme durch illegale Nutzung des Betriebsgeländes

Probleme sieht Volker Hempelt allerdings zunehmend in der illegalen Nutzung seines Betriebsgeländes außerhalb der Arbeitszeiten. So würden besonders Crossmotorräder und Quadfahrer das oftmals unwegsame Gelände ohne Erlaubnis nutzen. Abgesehen davon, dass es sich um ein privates Betriebsgelände handelt, setzen sich die Fahrer natürlich auch großen Gefahren aus und stören die Umwelt und die in der Nähe wohnende Bevölkerung durch den großen Lärm. Im Kieswerk Lüttow sind zurzeit 70 Mitarbeiter beispielsweise als Fahrer der 41 Lkw, in der zentralen Werkstatt oder in der Verwaltung beschäftigt. Alle Bau- und Rohstoffe, die in Lüttow nicht abgebaut werden können, werden in Schwerin, Lauenburg und Hamburg jeweils per Bahn oder Schiff umgeschlagen und in Lüttow vertrieben. Nach Auskunft von Volker Hempelt ist nach Beendigung des Abbaus der Gebiete in Richtung der Autobahn vorgesehen, Badebereiche einzurichten, ergänzt von Flachwasserbereichen, Inseln, Magerrasen und wechselfeuchten Gebieten.

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