Fundtier ist wieder zu Hause : "Puschis" traurige Geschichte mit Happy End

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Das ist der junge "Puschi".K. Wiener

Es ist leider (noch?) nicht die Regel, doch es passiert erfreulicherweise ab und an. Sagt Katharina Wiener Worte wie diese, denkt sie an so genannte Fundtiere. Ein solches hat wieder den Weg nach Hause gefunden.

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25. Januar 2013, 06:54 Uhr

Boizenburg | Es ist leider (noch?) nicht die Regel, doch es passiert erfreulicherweise ab und an. Sagt Katharina Wiener Worte wie diese, denkt sie an so genannte Fundtiere. Ein solches hat wieder den Weg nach Hause gefunden. Zwischen seinem einsamen Streifzug und dem glücklichen Wiedersehen mit seinem Besitzer, liegt eine traurige Geschichte. Dank tierlieber Menschen fand sie ein Happy End.

Die Rede ist von "Puschi". So heißt, wie sich später herausstellen sollte, ein junger Kater, den zwei Spaziergänger am ersten Sonntag des neuen Jahres fanden. Offensichtlich war er vor ein Auto gelaufen und saß nun hilflos in der Schwartower Straße. Wegen der Verletzungen informierten die Passanten die Tierärztin aus der Bahnhofsvorstadt.

Die nahm sich des Schützlings an und stellte bald erhebliche Verletzungen fest. Sie diagnostizierte ein schweres Schädelhirntrauma, Blutungen in den Augen, zwei offenen Brüche des Unterkiefers und eine komplette Ablösung des Zahnfleisches am Unterkiefer. Sie stabilisierte ihren Patienten, den sie später mehrmals unter Narkose operieren musste. Der Aufwand hatte Erfolg. Nach einer Woche nahm das Katerchen zum ersten Mal selbstständig wieder Futter auf, was für Fachleute ein deutlich Zeichen dafür ist, dass es mit dem Heilungsprozess steil bergauf geht. Der etwa sechs Monate junge Stubentiger hatte das Schlimmste überstanden und zeigte sich von seiner sehr zutraulichen Seite.

Am 21. Januar erhielt Katharina Wiener einen Anruf, in dem ein Bewohner vom Bretternhof erklärte, dass er bereits seit Tagen vergeblich nach seiner Katze suchen würde. Er hatte von dem kleinen Patienten in der Weidestraße erfahren und hoffte, dass es sich vielleicht um seinen Zögling handeln könnte. Das von ihm beschriebene Alter und Geschlecht stimmten genauso überein wie Körperbau und Farbe des Fells. Bei einem Besuch in der Praxis erkannte der Boizenburger seinen Kater "Puschi" und konnte ihn wieder mit nach Hause nehmen.

Auch Katharina Wiener freut sich über den glücklichen Ausgang dieser Geschichte. Weil er leider nicht selbstverständlich ist, möchten sich die Tierärztin und der Besitzer bedanken, bei den Menschen, die sie auf die Katze aufmerksam machten und bei der Stadt Boizenburg, die sich bereit erklärte, die entstehenden Kosten der Behandlung zum Teil zu übernehmen. In diesem Fall begleicht natürlich das Herrchen die Rechnung. Sehr gern sogar, wie er betonte, denn schließlich habe er seinen Liebling wieder bei sich.

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