„Unser Dorf hat Zukunft“ : Püttelkow will kräftig mitmischen

Eckhard Mantei präsentiert eine historische Karte von Püttelkow, die beweist, dass der Ort früher einmal ein Rundlingsdorf war. Links neben ihm sitzt Katrin Schulz und rechts Ina Langhans.
Eckhard Mantei präsentiert eine historische Karte von Püttelkow, die beweist, dass der Ort früher einmal ein Rundlingsdorf war. Links neben ihm sitzt Katrin Schulz und rechts Ina Langhans.

134-Seelenort hat sich für Dorfwettbewerb angemeldet/ Am 17. Juni wird kreisliche Jury von 13 bis 15 Uhr die Bewertung vornehmen

23-11367842_23-66107387_1416392026.JPG von
08. Juni 2015, 18:00 Uhr

Am nächsten Mittwoch, dem 17. Juni, geht es in dem 134-Seelenort  von 13 bis 15 Uhr zwar nicht um die berühmte Wurst, aber um Ruhm und Anerkennung.

„Wir beteiligen uns erstmals am Wettbewerb ,Unser Dorf soll schöner werden’. Dafür haben wir in den letzten Wochen viel unternommen“, berichtet Katrin Schulz. Die 31-Jährige gehört zum Ortsvorstand, der im Oktober 2014 aus der Taufe gehoben wurde.  Das  Kinderbett der jungen Frau stand einst in Püttelkow. Für sie  bedeutet  das Umfeld  Heimat. Besonders stolz sei sie auf die Gemeinschaft, den Zusammenhalt, die Natur und die regelmäßigen Feste, gesteht sie im SVZ-Gespräch.

Hier nickt auch Ina Langhans zustimmend. Zwar stand ihre Wiege nicht in Püttelkow sondern in Perdöhl, aber die 44-Jährige, die ebenfalls im Ortsvorstand mitarbeitet, fühlt sich angenommen und angekommen. Seit ihrem Hauskauf. „Ich könnte mir nicht vorstellen, in der Stadt zu leben.“

Ähnlich ergeht es auch dem Dritten im Bunde, Eckhard Mantei. Er stammt aus Groß Rogahn, lebt seit 2012 in Püttelkow.  „Die Liebe hat mich hierher getrieben“, verrät der 62-Jährige, der sich sehr wohl fühle in diesem Landstrich.

„Wir wollen der kreislichen Kommission zeigen, dass es in unserem Dorf noch viele Potenziale gibt. Wir wollen etwas verändern, aber es fehlen uns leider die Mittel“, sagt Katrin Schulz, die mit ihren Eltern unter einem Dach lebt. Ihr Sohn sei bereits die 6. Generation, berichtet sie stolz.

Dass es 26 Kinder in Püttelkow gäbe, hält  besonders Mantei  für erwähnenswert. Und er erzählt ein wenig aus der Geschichte des Ortes. Ehemals habe es im einstigen Rundlingsdorf 38  reetgedeckte Gebäude gegeben. Übriggeblieben seien davon noch sechs, fünf würden bewohnt.  Aus dem Jahre 1877 existierten sogar noch 22 Häuser. „Viele junge Leute sind durch einen Neubau in Püttelkow  sesshaft geworden.“

Dass  insgesamt 43 Bewerbungen aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim zum Dorfwettbewerb eingereicht worden seien, schreckt das engagierte Trio nicht. „Sicher, es gibt Vorzeigedörfer. Doch dahin  wollen wir uns allmählich auch entwickeln. Mit unserer Teilnahme wollen wir auf uns aufmerksam machen,“ sagt Ina Langhans. Und  weiß  auch über die seit 1880 aktive Ortsfeuerwehr zu erzählen, die vor neun Jahren sogar  eine Jugendwehr gegründet habe. Mit zehn Aktiven. 

„Wir arbeiten auch eng mit der Gemeinde Woez zusammen. Und wir haben sogar einen Schießstand sowie  Angelteiche mit einem Anglerheim.“ Einstimmig befindet der Püttelkower Ortsvorstand, dass das Dorf auf jeden Fall eine Zukunft habe. Und hofft natürlich auf einen Sieg.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen