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„EMH-metering GmbH“: Umzug von Wittenburg nach Gallin : Produktionsstätte für die intelligenten Stromzähler

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Ausstieg aus dem Atomzeitalter, intelligente Netze, erneuerbare Energien - all das geht nicht ohne eine neue Generation an Stromzählern. Und genau die hat die „EMH-metering GmbH“ in Wittenburg.

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erstellt am 08.Jul.2011 | 08:44 Uhr

Gallin | "Wir sind seit dem Start in Wittenburg stark gewachsen und der heutige Tag ist sehr wichtig für uns", bekannte EMH-GeschäftsführerAndreas Sadek bei der gestrigen Grundsteinlegung für das neue Werk. Ausstieg aus dem Atomzeitalter, intelligente Netze, Dezentralisierung, erneuerbare Energien - all das geht nicht ohne eine neue Generation an Stromzählern. Und genau die hat die "EMH-metering GmbH" als einer der wenigen in Deutschland und in der Welt im Angebot. Begonnen hat alles mit wenigen Mitarbeitern und 20 000 Zählern im Jahr. Jetzt liegt die Mitarbeiterzahl bei 300, und 500 000 vollelektronische Zähler verlassen das Werk. Die Fertigungsstätte am Wittenburger Südring ist durch das starke Wachstum viel zu klein geworden und so wurde nach Alternativen gesucht. Man habe aber, so Sadek, schnell gemerkt, dass die Nachbargrundstücke in Wittenburg bald alle "Dr. Oetker" gehörten und die Suche nach einer Alternative in der Stadt habe keine Ergebnisse gebracht. So sei man schnell auf den Megapark gekommen. Gut 33 000 Quadratmeter sind dort gekauft worden, um das neue Werk zu errichten. Die gleiche Fläche steht als Option dann noch einmal zur Verfügung. Flächen in dieser Größe kann die Stadt Wittenburg nicht anbieten.

Man könne sich sehr wohl bald eine Mitarbeiterzahl von 500 und eine Produktion von einer Million Zählern vorstellen, wagte die Geschäftsführung, zu der auch Norbert Malek gehört, einen Blick in die Zukunft. Viel hängt dabei auch von den politischen Entscheidungen der nahen Zukunft ab, die Strombranche wird direkt von der Politik dirigiert. Die regionale Politik war gestern natürlich auch vertreten, zuvorderst Staatssekretär Rudolf Möller vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus. Von den Besuchern des Landes allein könne Mecklenburg-Vorpommern bei allen Erfolgen der Tourismusbranche nicht leben, die Ansiedlung von verarbeitendem Gewerbe sei enorm wichtig und werde daher auch vom Steuerzahler unterstützt. Schon jetzt arbeiten 70 Wittenburger bei EMH, viele weitere Arbeitskräfte kommen aus der Region. Frohe Gesichter gab es auch bei den Vertretern des Planungsverband (TGG Valluhn/Gallin) mit Gallins Bürgermeister Klaus-Dieter Müller an der Spitze. Beendet doch die Ansiedlung des Werkes eine lange Pause im Megapark. Dort gibt es noch etliche freie Flächen aber auch gute Nachrichten von bereits angesiedelten Unternehmen. So verdichten sich die Informationen, das Tschibo neu investieren will, die Firma "Berschneider" baut bereits an einer neuen Halle.

Die Produkte der Firma EMH könnten bald eine größere Bedeutung auch für viele Haushalte haben, produziert die Firma doch auch so genannte Smart Meter. Das sind Energiezähler, der dem jeweiligen Nutzer seinen tatsächlichen Energieverbrauch und die Nutzungszeit anzeigt. Die Ableserei entfällt auch, der Zähler kann die Daten auch automatisch an den Versorger senden.


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