Hagenow : Ponys auf dem Kietz eingefangen

Sven Hoffmann und Maik Romann vom Bauhof sowie die Hagenower Tierärztin mit den beiden eingefangenen Hengsten.  Fotos: privat
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Sven Hoffmann und Maik Romann vom Bauhof sowie die Hagenower Tierärztin mit den beiden eingefangenen Hengsten.

Drei Kleinpferde, die von ihrer Koppel in der Söringstraße ausgebrochen waren, hielten Polizei und städtische Mitarbeiter in Atem

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10. März 2016, 21:00 Uhr

Auf eine nicht alltägliche Safari mussten sich am Mittwochnachmittag Mitarbeiter des städtischen Bauhofes von Hagenow zusammen mit Polizeibeamten und einer Tierärztin machen. Aus ihrer Koppel in der Söringstraße sind die Tiere, aus welchen Gründen auch immer, ausgebrochen, und sie müssen sich den Weg über die Eisenbahnbrücke bis zum Kietz gesucht haben. Dort hat der Chef des Bauhofes, Enrico Spanier, die Kleinpferde dann am Mittwochnachmittag eher zufällig entdeckt.

„Als ich meine Kontrollrunde dort drehte, glaubte ich meinen Augen nicht. Da standen doch tatsächlich drei Ponys. Wie die dorthin kamen, war mir zunächst nicht klar“, erzählt Spanier im SVZ-Gespräch vom Beginn einer Jagd, bei der die Ponys zunächst schneller waren. Als er die  Tieren vorsichtig verfolgte, verständigte er zudem das städtische Ordnungsamt und die Polizei. Außerdem wurde eine Tierärztin hinzugerufen.

Die Kleinpferde liefen zunächst in die Straße des Friedens bis eine Stute  in der Nähe des Plantagenweges eingefangen werden konnten. „Da war der Zufall mit im Spiel, weil ein Passant mit Brot unterwegs war, um seine Ziegen zu füttern. Das war für uns ein gutes Lockmittel. So konnten wir ein Pony sicher an die Leine nehmen“, erinnert sich Spanier, der in diesem Zusammenhang die Zusammenarbeit mit hilfsbereiten  Bürgern vom Kietz lobt.

Aber dann waren immer noch zwei Ponys unterwegs, die von Angst getrieben durch den Kietz galoppierten  und dabei auch eine Gefahr des öffentlichen Straßenverkehrs darstellten. Schließlich gelang es, die beiden Hengste in der Nähe des Bahngleises einzufangen und an die Leine zu legen.

Auf SVZ-Nachfrage bestätigte das Hagenower Polizeirevier heute die Aktion, die sich auf dem Kietz über eineinhalb Stunden hinzog.

Die Freiheitsbestrebungen der Tiere werden wohl für den Eigentümer, der heute für SVZ nicht erreichbar war, ein Nachspiel haben. Auf Nachfrage beim städtischen Ordnungsamt sagte Nicole Abraham, dass jetzt im Rathaus geprüft werde, ob eine Ordnungswidrigkeit vorliege. Die Tiere waren im öffentlichen Raum unterwegs und stellten so eine Gefahr dar.

„Immerhin hatten wir als Kommune Kosten. Mehrere  Stadtarbeiter waren im Einsatz“, sagte sie gestern. Von Glück reden kann der Eigentümer, dass  er seine drei Tiere  nach ihrer Odyssee durch Hagenow wieder unversehrt in Empfang nehmen konnte.

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