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SEK in Hagenow-Heide : Polizei suchte Waffen und Drogen

vom

Bei dem spektakulären Einsatz des SEK am Montag Abend in Hagenow-Heide, suchten die Beamten nach Drogen und Waffen. Ein 23-jähriger Kasache wurde vorläufig festgenommen und dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

svz.de von
erstellt am 28.Feb.2012 | 08:33 Uhr

Hagenow-Heide | Helle Aufregung in Hagenow-Heide zu nächtlicher Stunde: Montag Abend gegen 18 Uhr umstellten mehrere Wagen von Zoll und Polizei ein Haus in unmittelbarer Nähe des Auto- und Fußgängertunnels unter der Bahnlinie (wir berichteten gestern). Finster dreinblickende Beamte sorgten dafür, dass sich keiner unerlaubt vom Grundstück entfernen konnte. Eine fast schon gespenstisch anmutende Szene. Zeitgleich stürmten Beamte mit Sturmhauben das Gebäude. Neben den Spezialkräften, die in getarnten Überwachungsfahrzeugen anrückten, kamen auch Waffenspürhunde auf dem Grundstück zum Einsatz.

"Der Einsatz des Spezialeinsatzkommandos, kurz SEK, war notwendig, weil der Verdacht bestand, dass ein 23-jähriger Kasache im Besitz scharfer Schusswaffen ist", erklärte dazu gestern Oberstaatsanwalt Stephan Hagemann von der Schweriner Staatsanwaltschaft gegenüber unserer Lokalredaktion auf telefonische Nachfrage. Der vorbestrafte Mann sei vorläufig festgenommen worden, so die Staatsanwaltschaft.

"Seit 2007 soll er mit Betäubungsmitteln in Schwerin und Umgebung handeln. Bei Haschisch liegen die Mengen sogar im Kilobereich. Aber auch Marihuana und Amphetamine sollen von ihm in Umlauf gebracht worden sein", sagt Hagemann, der gleichzeitig auch Pressesprecher der Behörde ist. Der Beschuldige sei bereits einschlägig in Erscheinung getreten. "Bereits 2009 hat er eine Bewährungsstrafe wegen des Verstoßes gegen das Betäubungs- und Waffengesetz erhalten", berichtet der Oberstaatsanwalt weiter.

Die Behörden selbst hielten sich am Einsatzabend gegenüber der Presse sehr bedeckt. Selbst das Polizeipräsidium in Rostock verweigerte jegliche Informationen. Das lässt die Vermutung zu, dass dieser Polizeieinsatz von aller höchster Stelle befehligt worden ist.

Bis in die späten Abendstunden dauerte jedenfalls der Einsatz an. Die Spezialkräfte, teils in Zivil, gingen sehr akribisch vor, sicherten offensichtlich zahlreiche Beweisstücke, die nach Aussagen von Beobachtern eingetütet worden sind. Umfangreiche Beweismittel wie Computer und andere Elektronik seien sichergestellt worden, bestätigt auch Hagemann. "Wir hoffen so, die Kontakte zu Abnehmern und Lieferanten des Rauschgiftes zügig nachweisen zu können."

Im Laufe des gestrigen Tages, so Oberstaatsanwalt Stephan Hagemann abschließend, sei der Beschuldigte schließlich dem Ermittlungsrichter vorgeführt worden.

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