Vier neue Polizeikräder im Dienst : Polizei setzt auf noch mehr Wendigkeit

<strong>Polizeiobermeisterin</strong> Denise Bosbach vom Ludwigsluster Revier (re.) gehörten gestern zu den Beamten, die neuen Maschinen übernahmen. <fotos>Pohle</fotos>
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Polizeiobermeisterin Denise Bosbach vom Ludwigsluster Revier (re.) gehörten gestern zu den Beamten, die neuen Maschinen übernahmen. Pohle

Innenminister Lorenz Caffier stellte gestern in Schwerin vier neue Honda-Polizeikräder in Dienst. Die Modernisierung des Fuhrparks wird fortgesetzt.

svz.de von
19. Juli 2012, 08:23 Uhr

Schwerin | Silber-blau statt grün, auch bei den Polizeimotorrädern setzt sich die neue Farbkombination durch. Gleich vier nagelneue Maschinen des Typs Honda NC700X übernahm die Polizei gestern in ihren Dienst und setzt damit den Ersatz ihres veralteten Bestandes an Motorrädern fort. Die fabrikneuen Kräder, die Honda in dieser Kombination erstmals für die Polizei konzipiert hat, haben 48 PS, zeichnen sich durch gutes Handling insbesondere auf Landstraßen und in leichtem Gelände aus. Dort, in den Revieren, sollen sie auch vorrangig eingesetzt werden. Zu denen, die gestern die Maschinen mit einem Hubraum von 670 Kubikzentimetern übernahmen, gehörte auch Polizeiobermeistern Denise Bosbach vom Ludwigsluster Revier. Die Maschinen haben ABS, beheizbare Griffe, eine deutlich verstärkte elektrische Anlage, Front- und Heckblitzer im Polizeiblau und natürlich eine digitale Funkanlage. Damit zieht bei den Krädern eine neue Generation der Polizei ein. Die in Japan gefertigten Maschinen ersetzen in Teilen die bisherigen BMW K 75 RT aus den Baujahren 1993/94. Die Kosten pro Stück für die neuen Kräder belaufen sich laut Polizei auf 12 334,05 Euro.

Der Mannschaft des Autohauses Wilk &amp; Kaczmarek war der Stolz über die Aktion anzumerken, ist es doch gelungen, sich per Ausschreibung gegen andere Mitbewerber durchzusetzen. Mit dem extra für Mecklenburg-Vorpommern konzipierten Modell hofft Honda auf Erfolge auch in anderen Bundesländern. Innenminister Caffier betonte bei der gestrigen Übergabe die Modernisierung und legte Wert darauf, dass man ja keine Rennmotorräder angeschafft habe. Diese wendigen Maschinen seien jedoch hervorragend für den Bäderdienst aber auch für den Einsatz in der Stadt geeignet.

Für die Autobahn, das verriet der Minister im Gespräch mit der Schweriner Volkszeitung, werde man noch an einer Lösung arbeiten. Der Polizeiinspekteur des Landes Rudolf Springstein werde sich in absehbarer Zeit bei der Autobahnpolizei in Stolpe auch über die taktischen Notwendigkeiten informieren lassen. Für Einsätze auf den Autobahnen oder andere Maßnahmen sind die neuen Motorräder schon aufgrund ihrer geringen Motorisierung und einer Endgeschwindigkeit von 168 km/h nicht geeignet. Nach SVZ vorliegenden Informationen kann die Autobahnpolizei vorerst ihr alten aber höher motorisierten Kräder behalten, bis die Sache mit dem Ersatz endgültig geklärt ist.

Unter der Hand hatte es in den vergangenen Jahren nicht nur in der Polizei immer wieder Kritik gegeben, die Landespolitik würde das Thema Kräder sträflich vernachlässigen und würde dann auch noch die falschen Maschinen anschaffen. Kritiker verwiesen immer wieder auf die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, die die Polizei damit unnötig aus der Hand gebe.

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