Hagenow-Gudow : Polizei nimmt Fahrraddieb hopp

Diese Räder, offensichtlich Diebesbeute, stellte die Polizei in Hagenow gestern früh sicher.  Fotos: Thorsten Meier
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Diese Räder, offensichtlich Diebesbeute, stellte die Polizei in Hagenow gestern früh sicher. Fotos: Thorsten Meier

Litauer mit 15 Bikes auf der A 24 unterwegs / Geschätzter Wert der offensichtlichen Beute liegt zwischen 12 000 und 15 000 Euro

svz.de von
14. November 2014, 15:19 Uhr

Kommissar Zufall und offensichtlich das richtige Bauchgefühl haben  einen schon seit Jahren operierenden Fahrraddieb nun wohl zur Strecke gebracht. Beamte der Landespolizei Schleswig-Holsteins und der Bundespolizei hatten den Kleintransporter gestern früh gegen 1.45 Uhr auf dem Parkplatz Dodow an der A 24 gestoppt und nach dem Auffinden der Fahrräder die Beamten des Polizeireviers Hagenow hinzugezogen. Auf Höhe der Raststätte in Gudow hatte die Polizei  den litauischen Mercedes Vaneo entdeckt. Sie entschloss sich, dieses Fahrzeug zu kontrollieren und forderte den Fahrer per Lichtspruch auf, ihnen zu folgen. Und zwar bis auf den Rastplatz Dodow. Dort wurde die Identität des Mannes geklärt. Eine Fahndungsabfrage brachte schließlich ans Tageslicht, dass der Litauer bereits wegen des Diebstahls von Fahrrädern bei der Polizei kein Unbekannter mehr war. Durch die Seitenscheiben des Transporters erkannten die Beamten, dass dieser bis unters Dach mit Fahrrädern beladen war. Daraufhin eskortierte ihn die Ordnungsmacht bis zum Polizeirevier nach  Hagenow.

„Offensichtlich ist uns ein dicker Fisch ins Netz gegangen. Die Kollegen hatten das richtige Gespür“, sagt Egon Gruhlich, der Leiter der Kriminalpolizei in Hagenow. Der 21-Jährige  sei im Jahre 2013  auf der A 20  bereits wegen des gleichen Deliktes festgenommen worden. Damals habe er sechs Fahrräder dabei gehabt. 

„Er behauptet, dass er die 15 Fahrräder angeblich in Dänemark gekauft haben will. Einen Eigentumsnachweis oder gar Kaufvertrag dafür blieb er jedoch bisher schuldig“, berichtet Gruhlich weiter. Bei den Rädern handele es sich um hochwertige Ware der Marken Cube, Trek, Specialized sowie ein E-Bike. „Der Wert des Diebesgutes liegt  wohl so zwischen 12 000 und  15 000 Euro. Um 4.45 Uhr erhielten wir gestern aus Dänemark bereits die Information, dass  vier der Räder dort  zwischen dem 4. bis 13. November als gestohlen gemeldet worden sind.“ Der vorläufig Festgenommene  sei bereits geständig und wolle im Beisein eines Dolmetschers aussagen, erklärt der Kripo-Chef im  SVZ-Gespräch. „Die dänische Seite beabsichtigt einen Auslieferungsantrag zu stellen,  dort liegt gegen den Mann noch mehr vor.“

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