Airbeat-One-Festival : Polizei lobt Verhalten bei Kontrollen

Kurz nach der Kontrolle am Haupteingang des Airbeat-Festivals, die meisten Teilnehmer hatten damit kein Problem.
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Kurz nach der Kontrolle am Haupteingang des Airbeat-Festivals, die meisten Teilnehmer hatten damit kein Problem.

Airbeat-One-Festival: Ordner übergaben mutmaßlichen Drogenhändler der Polizei / Staatsanwaltschaft ordnet U-Haft an

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21. Juli 2014, 20:57 Uhr

Das Airbeat-One-Festival war ein tolles Event – und auch das Sicherheitskonzept ging offenbar auf. Zwar wurden laut Polizei u. a. über 70 Strafanzeigen wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln (BTM) aufgenommen, doch angesichts von rund 20 000 Besuchern und vielen Kontrollen eine nicht zu hoch erscheinende Zahl.

Wie die Staatsanwaltschaft Schwerin am Montag mitteilte, hat das Amtsgericht Schwerin Haftbefehl gegen einen 23-Jährigen aus Hamburg wegen Verdachts des gewerbsmäßigen unerlaubten Handeltreibens mit BTM erlassen und Untersuchungshaft angeordnet. Der Mann sei dringend verdächtig, zum Festival gekommen zu sein, um dort illegale Betäubungsmittel zu verkaufen. Ordner hatten bei der Einlasskontrolle in den Sachen des Beschuldigten u. a. 25 Ecstasy-Tabletten, fünf Tütchen mit jeweils ca. ein Gramm Amphetamin und neun Tütchen mit insgesamt 13,7 Gramm Haschisch festgestellt und ihn der Polizei übergeben. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung in Hamburg fanden Polizisten u. a. eine Feinwaage, einen schussfähigen Revolver und rund 500 bis 600 weitere Tabletten, vermutlich ebenfalls Ecstasy.

Laut Polizei wurden ferner knapp 30 Fahrzeugführer unter dem Einfluss von BTM und elf unter Alkoholeinfluss festgestellt. Ca. zehn Strafanzeigen wegen Diebstahls von Handys und Handtaschen sowie Sachbeschädigungen wurden aufgenommen. Polizeisprecherin Stephanie Naedler: „Die Teilnehmer der Veranstaltung verhielten sich sehr kooperativ und schätzten die Maßnahmen der Polizei nicht als negativ ein.“

Ähnlich sieht es auch Rolf Eggert, Inhaber des Veranstalters „Music Eggert Veranstaltungstechnik“: „Die Kooperation mit Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und der Stadt Neustadt-Glewe war sehr gut. Überzogen aus unserer Sicht allerdings war die Menge der Polizeikontrollen bei der Anfahrt, die teilweise zu Behinderungen führten. Kontrollen müssen sein, aber nicht in diesem Ausmaß.“

Am Rande des Festivals wurde ein 17-jähriger Besucher aus Bielefeld, der mit Freunden unterwegs in die Stadt war, von einem Mann niedergeschlagen. Wie der Vater des Opfers gegenüber SVZ sagte, erlitt sein Sohn einen Nasenbeinbruch und musste im Krankenhaus behandelt werden. „Der Verdächtige durfte später weiterhin frei auf dem Festivalgelände herumlaufen und die Polizei konnte angeblich keinen Platzverweis erteilen“, kritisierte der Vater gegenüber SVZ. Polizeisprecherin Stephanie Naedler: „Wir haben zwei Personen als Beschuldigte vernommen und danach entlassen. Gegen sie wird wegen Verdachts der Körperverletzung ermittelt. Es gab keine rechtliche Handhabe, ihnen das Betreten des Geländes zu untersagen.“

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