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Hagenower Kreisblatt

23. November 2017 | 21:36 Uhr

Polizei ahndet mehr riskante Überholmanöver

vom

svz.de von
erstellt am 24.Feb.2013 | 07:58 Uhr

Hagenow | Gefährliches und rücksichtsloses Überholen auf winterglatter Straße haben die Beamten des Polizeireviers Hagenow in den letzten Tagen mehrfach ahnden müssen. Vier Vergehen auf der B321 und der L04 sind angezeigt worden, bei denen die Fahrer mehr als ein Bußgeld erwarte, so Kripochef Egon Gruhlich. Je nach Gefährdungspotenzial landen solche Fälle beim Staatsanwalt, der einen Strafbefehl aussprechen kann.

Gerade bei derzeit winterlicher Witterung überholen ungeduldige Autofahrer langsamere Kolonnen, überfahren dabei Sperrlinien und missachten mitunter Tempolimits an Unfallhäufungsstellen. „Damit gefährden sie andere Autofahrer“, betont Egon Gruhlich. Sie müssten mit entsprechenden Konsequenzen rechnen.

In den meisten Fällen erhält die Polizei Hinweise mit den Kennzeichen der Autos, nach denen die Beamten ermitteln. In einem Beispiel ertappten sie sogar selbst einen Risikofahrer, der ihnen auf der B321 im 70er-Bereich Höhe Radelübbe rasant entgegenkam. Sie stellten das Blaulicht an und den Fahrer an der nahe liegenden Bushaltestelle zur Rede.

Wegen solch riskanter Manöver sei es in der Woche unter anderem verstärkt zu Glätteunfällen im Revier gekommen, ergänzt Leiter Uwe Mathews. Gott sei Dank ohne Personenschaden. Bislang. Damit das so bleibt, sollten Autofahrer das Tempo an die Straßenverhältnisse anpassen und mehr Zeit für ihre Fahrten einplanen. Wer riskante Manöver beobachtet, sollte sich nicht scheuen, das im Polizeirevier zu melden. Es ist unter der Telefonnummer 03883-6310 zu erreichen.

Eine Gefahr waren in der Woche auch umgebaute Zweiradfahrzeuge, die die Beamten aus dem Verkehr ziehen mussten. Darunter ein Moped, das durch den Umbau erhebliche Mängel aufwies. Deshalb „müssen solche Änderungen auch von der Dekra abgenommen werden“, erklärt Uwe Mathews. Ansonsten erlischt die Betriebserlaubnis und das Fahrzeug muss stehen bleiben. Wer dennoch erwischt wird, müsse mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

Wegen Verdachts der schweren Körperverletzung in Wittenburg ermittelt dagegen die Kripo. Ein 27-Jähriger ist dort am 16. Februar verletzt unter der Treppe in einem Mehrfamilienhaus gefunden worden. Er musste mit einem Schädelhirntrauma ins Schweriner Krankenhaus gebracht werden. Die Notärztin habe richtig geschlussfolgert, dass der junge Mann nicht von selbst gefallen sein kann, so Egon Gruhlich. Sie benachrichtigte sofort die Beamten, die drei Personen mit „erheblichem Alkoholpegel“ am mutmaßlichen Tatort antrafen.

Wegen versuchten Autodiebstahls in Hagenow ermitteln die Beamten seit Dienstag. Wiederholt hatten es die Täter auf einen Ford Fiesta abgesehen. Der gebeutelte Besitzer entfernte allerdings vorsorglich die Batterie, so dass ein Kurzschluss misslang. Zeugen hatten den Fall der Polizei gemeldet. Drei Personen konnten anschließend im Umfeld festgestellt werden. Sie stiegen schließlich in den Zug nach Schwerin. Die eingeschaltete Bundespolizei konnte sie am dortigen Bahnhof nicht mehr ausfindig machen. Auch ein Fährtensuchhund nahm die Spur aus. Ohne Erfolg. Allerdings geht die Kripo jetzt den aufgenommenen Schuhspuren im Schnee nach. Wer Hinweise dazu geben kann, melde sich bitte im Revier.


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