Amt Neuhaus : Plätze für Wohnmobile schaffen

Zwei Wohnmobile fahren durch Preten.  Einen Stellplatz finden sie im ganzen Amt nicht.
Zwei Wohnmobile fahren durch Preten. Einen Stellplatz finden sie im ganzen Amt nicht.

Ausschussmitglieder plädieren für einfache und kostengünstige Version auf ZOB-Parkplatz / Stellplätze an Badestelle auch betrachten

svz.de von
04. Juli 2014, 14:42 Uhr

Ein Wohnmobil darf überall in Deutschland auf einem Parkplatz über Nacht geparkt werden. Aber wehe, wenn die Wohnmobilisten ihre Markise aufrollen und es sich auf Stühlen vor ihrem Wohnmobil bequem machen. Das darf nicht sein, das geht nur auf einem Wohnmobilstellplatz.

Leute, die mit einem Wohnmobil unterwegs sind, kaufen ein, gehen Essen, lassen Geld dort, wo sie sich aufhalten. Wohnmobilstellplätze vorzuhalten ist also für den Tourismus eine sinnvolle Sache. Die Gemeinde Amt Neuhaus möchte gerne Plätze anbieten. Man denkt, auch von Seiten des Hauses des Gastes schon länger darüber nach, wo solche ein Platz wohl entstehen könnte.

Hendrik Mix aus der Verwaltung hatte zur jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur einiges vorbereitet. Drei Standort wurden näher in Betracht gezogen, aber zwei davon erwiesen sich sogleich als nicht passend. So ist die Fläche am Fähranleger in Darchau zwar schön gelegen, aber natürlich hochwassergefährdet und eventuelle Infrastruktur könnte dadurch zerstört werden. Der dritte Vorschlag war, einige Plätze auf dem Parkplatz am ZOB herzurichten. Hier gebe es schon eine gewisse Infrastruktur und das Installieren von Stromanschlüssen dürfte nicht allzu teuer werden. Eine Entsorgung von Abwässern würde sich aber schwierig gestalten, so Mix. Thorsten Knebusch (als Vertretung für Jürgen Elvers) steuerte eigene Erfahrungen bei. „Das Wichtigste ist Strom, wenn man mit dem Wohnmobil unterwegs ist. Wir sollten sehen, dass wir mit Bordmitteln einen Kurzreiseplatz hinkriegen, alles andere ist doch utopisch. “

Bürgermeisterin Grit Richter warf ein, dass die Ausarbeitung der Verwaltung ja nur eine erste Skizze sei. Man müsse zunächst definieren, was man wolle. Als eine weitere Möglichkeit, Stellplätze zu bauen, wurde auch die Bodenentnahmestelle zwischen Rosien und Neuhaus ins Gespräch gebracht. Der Deichverband will das Gelände noch in diesem Jahr an die Gemeinde abgeben. Ein Uferbereich wird abgeflacht, damit man ungefährdet baden kann. Ausschussvorsitzender Manfred Ickert richtete sich an Uta Sander, die kurz vorher über die neue Leader-Förderperiode referiert hatte. Ob denn ein Wohnmobilstellplatz förderfägig wäre. Grundsätzlich ja, so Sander.

Was die Gestaltung der Badestelle angeht, gibt es allerdings bisher noch keine genauen Vorstellungen. Man wolle aber in diesem Zusammenhang auch an Wohnmobilstellplätze denken. Bis so ein Projekt eventuell realisiert werden kann, wolle man aber zunächst eine schnelle und einfache Lösung auf dem Zob-Parkplatz, waren sich alle einige.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen