Zarrentin : Pinsel und Farben sind ihre Welt

Margret Moltrecht malt bereits, seit sie ein Kind war. Die Welt der Pinsel und Farben zieht sich durch ihr bisheriges Leben.
Margret Moltrecht malt bereits, seit sie ein Kind war. Die Welt der Pinsel und Farben zieht sich durch ihr bisheriges Leben.

Margret Moltrecht betreibt in der Schaalseestadt eine eigene Galerie 76-Jährige würde gern mal Angela Merkel treffen

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20. August 2016, 05:14 Uhr

Malen, das ziehe sich bereits durch ihr ganzes Leben, verrät Margret Moltrecht inmitten ihrer vielen Bilder, großer und kleiner. Öl, Pastell, Acryl, Mischtechnik und Aquarell, die gebürtige Hamburgerin ist in allen Bereichen präsent. Sieben Jahre lang habe sie Kunst studiert und wenn sie an der Staffelei stehe oder sitze, vergesse sie den Lärm der Welt, tauche ab in die Farben. Dann spricht die gelernte Kauffrau von den Schwierigkeiten des ersten wie letzten Pinselstriches. Die immer wieder von Zweifeln getragene Suche nach Anfang und Ende. „Ein Strich zuviel, und das Bild ist verdorben. Der erste Pinselstrich beginnt immer mit der Suche auf der Leinwand.“

SVZ-Redakteur Thorsten Meier beantwortete die 76-Jährige die beliebten Fragen zum Wochenende. In ihrer Galerie, unter urigen Balken, dem einzigen, was noch an die alte Scheune von einst erinnert. Von der habe sie schon immer geträumt. Bis das einstige Büdnerei-Grundstück in der Breiten Straße sie gefunden habe, um gerettet zu werden. „Ich bin ein richtiges Landei geworden, kein Stadtmensch mehr“, verrät sie schmunzelnd beim Kaffee.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Ich habe mehrere: Versuche ohne Streit durchs Leben zu kommen. Hole aus jedem Tag das Bestmöglichste heraus. Gib ihm Struktur und habe immer ein Ziel.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Im Garten hinter der Scheune, wo ich male und gärtnere.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Das war das Lehrlingsgeld während meiner kaufmännischen Ausbildung. Da war ich 18 Jahre alt.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Wahrscheinlich für Klamotten, nee, ganz sicher was Neues zum Anziehen.
Wo findet man Sie am ehesten?
In meinem Garten. Wenn es das Wetter zulässt. Es kann ruhig kalt sein, darf nur nicht regnen.
Was stört Sie an anderen?
Unaufrichtigkeit, Rastlosigkeit. Wenn sich Menschen keine Zeit nehmen, um zu leben.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Ein ganz schwieriges Wort. Aber alle, die bei der Feuerwehr oder den Rettungsdiensten aktiv sind, bewundere ich.
Was würden Sie gern noch können?
Klavier spielen.
Was bedeutet Ihnen persönliches Glück?
Zeit für Dinge zu haben, die mir wichtig sind. Vor allem Gesundheit.
Sind Sie ein Kopf- oder eher ein Bauchmensch?
Ich bin beides, das könnte ich nicht voneinander trennen.

Wonach suchen Sie im Leben?

Ich habe aufgehört zu suchen. Ich habe alles und führe ein schönes Leben.
Was findet man immer in Ihrem Kühlschrank?
Käse, Joghurt und Obst.

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