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Schule Picher stellte sich vor : Picher: Die oft unterschätzte Schule

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Am Sonnabend zeigte sich die Theodor-Körner-Schule von ihrer besten Seite / Neuaufnahmen stabil / Gemeinde als verlässlicher Träger

von
erstellt am 29.Jan.2017 | 17:23 Uhr

Ruhig und sichtlich gelassen steht Schulleiter Michael Tiede am vergangenen Sonnabend in der Sporthalle seiner Theodor-Körner-Schule in Picher, schließlich weiß er schon von jeher ein engagiertes Lehrerteam um sich herum, das auch in diesem Jahr selbstständig und ohne großes Aufsehen den Tag der offenen Tür ihrer Bildungseinrichtung vorbereitet haben. Während Karin Niemann und Elke Steinfurth als alljährliche Hauptorganisatorinnen des kleinen Kulturprogrammes noch mit Grauen an die defekte Beschallungstechnik beim letzten Tag der offenen Tür zurückdenken, freuten sich nicht nur die beiden Lehrerinnen, dass Pichers Bürgermeister Detlef Christ sein letztjähriges Versprechen bezüglich einer Veränderung dieses haltlosen Zustandes eingehalten hat. „Dank der großzügigen Unterstützung unserer Gemeinde konnten wir Anfang dieses Jahres endlich unsere marode Beschallungstechnik durch moderne und zeitgemäße Gerätschaften austauschen“, freute sich Michael Tiede im SVZ-Gespräch über den Geldsegen in Höhe von zweitausend Euro.

Der Schulleiter zeigte sich am vergangenen Sonnabend aber auch sehr zufrieden über den schon von Beginn an regen Zuspruch beim traditionellen Kulturprogramm, das in diesem Jahr von Schülern der dritten bis siebten Klassen auf die Beine gestellt wurde. „Aller Voraussicht nach, können wir im kommenden Schuljahr 25 Abc-Schützen in unserem Haus begrüßen. Damit hält sich die Zahl der Erstklässler seit nunmehr drei Jahren relativ stabil“, sagt Michael Tiede.

Die Öffnung der Schule für die zukünftigen Erst- sowie Fünftklässler sei nicht nur nach Ansicht des Schulleiters eine effektivere Möglichkeit des Kennenlernens, als die sonst üblichen Schnuppertage. Gleich am Eingang der Schule begrüßte Lehrerin Regina Ritter unmittelbar nach dem Ende des Kulturprogrammes die ersten Besucher im Schulhaus. „Scheut euch doch nicht. Hier könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen und vorwiegend aus recycelten Materialien nützliche Gegenstände basteln“, spricht die Pädagogin die Mädchen und Jungen gemeinsam mit ihren Eltern direkt an. Die ließen sich auch nicht lange bitten, zogen ihre Jacken aus und legten gleich unter der fachkundigen Anleitung von Regina Ritter los. Für die 63-jährige Lehrerin war es am Sonnabend der vorerst letzte Tag der offenen Tür, schließlich wird die Informatik-, AWT-, Biologie- und Werken-Lehrerin zum 31. Juli dieses Jahres nach mehr als 41 Jahren aus dem aktiven Schuldienst ausscheiden. „Über meinen nahenden Ruhestand freue ich mich sehr, denn mein Mann ist bereits seit fünf Jahren zu Hause. Dann habe ich endlich wieder genügend Zeit für meine vielen Hobbys, zu denen das Lesen, Wandern und Handarbeiten aller Art gehören“, berichtet Regina Ritter. Aber auch das Reisen sowie die gemeinsame Freizeit mit ihren beiden Kindern und fünf Enkelkindern stünden bei Regina Ritter ganz oben auf der Prioritätenliste. „Und wenn ich dann noch irgendwann einmal hier in der Schule für solche Tage wie heute gebraucht werde, dann komme ich gerne an die Stätte meines langjährigen Wirkens zurück“, kündigt die baldige Rentnerin bereitwillig an.







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