Neuhaus : Pflanzaktion für Meister Lampe

Maris gräbt das Pflanzloch und Rebekka setzt die Wildrose ein.
Maris gräbt das Pflanzloch und Rebekka setzt die Wildrose ein.

Kinder der Klasse 3b der Grundschule Neuhaus halfen, in Dellien an der Krainke eine Hecke aus 220 Wildsträuchern anzupflanzen

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27. November 2015, 00:34 Uhr

„Herr Niederhoff, hab’ ich das Loch groß genug gemacht, können Sie mal gucken?“ Maris steht mit dem Spaten in der Hand fragend vor ihrem Pflanzloch. Jürgen Niederhoff bessert noch etwas nach und dann kann Rebekka die Wildrose einsetzten. Noch die Erde festtreten und fertig.

Gestern waren 15 Kinder der Klasse 3b der Grundschule Neuhaus zusammen mit ihrer Lehrerin Barbara Kiewning auf einem Grundstück an der Krainke dabei, insgesamt 220 heimische Wildsträucher einzupflanzen. Zu Fuß waren sie nach Dellien gewandert, um dann auf dem ziemlich feuchten Boden die Pflanzen in die Erde zu bringen.

Jürgen Niederhoff hat einen zertifizierten Biolandbetrieb in Dellien. Er ist Mitglied in der Erzeugergemeinschaft Öko-Korn-Nord, an die er zum Beispiel seinen Dinkel liefert. Öko-Korn-Nord, die Bohlsener Mühle (fertigt Backwaren aus ökologisch produziertem Getreide) und das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) führen jährlich Naturschutzprojekte durch und sponsern sie. In diesem Jahr wird unter der Überschrift „Bio-Bauern wissen, wie der Hase läuft“ etwas für den Feldhasen getan. Denn der steht immer noch auf der Roten Liste, weil sich seine Situation nicht verbessert hat. Große Schläge, schmale Randstrukturen, enge Fruchtfolgen und immer mehr Maisanbau wirken sich sehr negativ auf den Lebensraum des Feldhasen aus.

„Ich habe mich um dieses Projekt beworben“, so der Delliener Landwirt. Auf einem schmalen Stück Land entsteht nun eine dichte Hecke und davor wird noch ein Streifen einer artenreichen Wiese angelegt. „Das passt hier gut“, so Jürgen Niederhoff, der die Hälfte der Kosten für die Sträucher selbst trägt.

Die Kinder sind inzwischen fleißig bei der Arbeit und guter Dinge, die Stiefel allerdings sind schlammverkrustet. „Also, gießen brauchen wir nicht“, meint dazu Birgit Petersen vom KÖN, die selbst kräftig mit anpackt. Zur Belohnung gibt es am Ende der Aktion Grillwürstchen für die Helfer.

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