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Budenzauber in Redefin und Zarrentin : Pferdeschnauben und Glühweinduft

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Redefin feierte mit vielen Gästen seinen ersten Weihnachtsmarkt auf dem Landgestüt und Zarrentin freut sich über Besucheransturm zum Klostermarkt. Das Landgestüt plant jetzt schon für nächstes Jahr.

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erstellt am 09.Dez.2012 | 07:42 Uhr

Redefin/Zarrentin | Da schreitet er durch die Reithalle, vorbei am Glühweinstand und dem Mutzenbäcker. Durch das weite Tor hört er die Kinder draußen auf der Bühne laut nach ihm rufen. "Weihnaaachtsmaaaann." Der Alte lässt sich nicht lange bitten. "Es ist kalt da draußen", brummt er. Da sollte keiner warten müssen.

Erstmals in seiner 200jährigen Geschichte hat das Landgestüt in diesem Jahr zum Weihnachtsmarkt geladen. Vor dem Portal können die Gäste mit der Kutsche fahren, eine Mini-Dampflok rattert über Schienen, überall stehen Feuerkörbe. Es riecht nach Glühwein und Zimt. Wem es zu kalt wird, der schlendert durch die Halle von Stand zu Stand bis vor zur Bühne, auf der sich das ganze Wochenende über Zauberer, Musikanten, Komödianten, Sänger und Kita-Kinder mit ihren Auftritten abwechseln. "Mir gefällt’s hier sehr", sagt Karin Metelmann aus Lübtheen. "Der Markt ist gemütlich und mit Liebe gemacht." Für Gestütsleiterin Antje Kerber steht schon am ersten Tag fest, dass es bei diesem einen Markt zum Gestüts-Jubiläum nicht bleiben wird. "Wir sind dankbar für jede Anregung der Besucher, damit wir im nächsten Jahr noch besser weitermachen können."

Seine Premiere längst hinter sich hat der Klostermarkt in Zarrentin. Seit 14 Jahren veranstaltet der Zarrentiner Gewerbe- und Tourismusverein im Kloster und rund um die Kirche ein Fest mit und für Menschen aus der Region. Von Mal zu Mal wird der Markt ein kleines bisschen größer, schieben sich immer mehr Menschen durch die Klostergänge und in die Zelte. "Es ist einfach nur schön, zu sehen, wie sich die Einheimischen bei der Gestaltung des Marktes einbringen und wie das von den vielen Besuchern honoriert wird", sagt Iris Knaack aus Zarrentin. Die Aufführungen der Bantiner Märchenspieler wollen so viele sehen, dass die Gäste sich bis in die letzte Ecke ins Zelt drängeln. Auch die Kirche ist voll, als der Gospelchor singt und später das Vocal Ensemble Glinde Weihnachtsleider aus aller Welt vorträgt. Vor den Buden ringen sich die Menschen um Stehtische, in ihren Tassen dampft Glühwein, Holunderpunsch oder heißer Kakao. "Das Schönste an dem Markt ist, dass man so viele Bekannte trifft, miteinander redet, lacht und Spaß hat", sagt Olaf. Seine Frau Iris und Frank Herrmann gehören zu dem Organisationsteam, das sich seit Jahresbeginn Gedanken über den Markt macht. "Wir möchten möglichst vielseitige Angebote machen. Das Niveau muss ja zu diesem schönen Ambiente passen", sagt Herrmann. Die Arbeit in dem Team sei herzlich und jedes Mal ein großer Spaß. Das mache sich auch in der Atmosphäre des Marktes bemerkbar, so Herrmann.

Aussteller, die nächstes Jahr dabei sein wollen, müssen sich sputen. Die Stellplätze sind meistens schon im Februar alle vergeben.

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