Erntezeit in den Kirschplantagen : Partner der Kleingärtner geblieben

Die Sauerkirschen sind gut gereift. Walter Strube wirft einen Blick auf die Bäume in den Plantagen.  Fotos: Hirschmann
Die Sauerkirschen sind gut gereift. Walter Strube wirft einen Blick auf die Bäume in den Plantagen. Fotos: Hirschmann

Walter Strube vom Obstbau Stralendorf legt Wert auf eine regionale Vermarktung von Früchten der Saison / Marmeladen nach Omas Rezept

svz.de von
18. Juli 2014, 16:30 Uhr

Walter Strube geht durch die Kirsch-Plantagen in Strahlendorf und erfreut sich an den roten Früchten. Die Äste an den Sauerkirsch-Bäumen hängen voll. Wenngleich das Frühjahr aufgrund der ungünstigen Witterung keine gute Ernte versprach, die Kirschen gedeihen jetzt jedenfalls prächtig. „Im Obstbau hatten wir in der Blütezeit kein günstiges Wetter, es gab sogar Frost. Bei Äpfeln werden wir aus heutiger Sicht nur 50 Prozent einer guten Ernte bekommen“, schätzt Walter Strube ein.

Er ist der Chef vom Obstbau Stralendorf. Derzeit haben er und seine Mitarbeiter alle Hände voll zu tun, es ist Erntezeit, die Kirschen müssen von den Bäumen und die Beeren sind reif.

„Seit Jahresbeginn 1972 bin ich in der Firma tätig, die vor der Wende ,VEG Obstbau Schwerin’ hieß. Ich habe seinerzeit die ersten Bäume auf den Plantagen mit gepflanzt, und die ersten Tore gesetzt“, erinnert er sich. Die Firma, die unmittelbar vor den Toren der Landeshauptstadt liegt, war damals wie heute wichtig für die Versorgung Schwerins mit frischem Obst und Gemüse, wenngleich sich die Prioritäten nach der Wende geändert haben.

1991 war ein wichtiges Jahr für den Stralendorfer Obstbauer, denn er übernahm das Unternehmen. „Ich habe mich damals selbstständig gemacht. Und ich bin heute auch ein bisschen stolz darauf, nach dieser Zeit immer noch allein die Geschäfte zu führen, ohne GmbH und Co KG“, macht er im Gespräch mit SVZ auf seine derzeitige Situation aufmerksam. Das Stralendorfer Unternehmen, mit Außenstellen in Wittenburg und Ruthen, bewirtschaftet nach seinen Worten in der Region insgesamt 600 Hektar im Obstanbau. Ackerland, Wald und Wiesen gehören ebenso dazu. „Auf 150 Hektar wird reiner Obstanbau mit Kulturen wie Erdbeeren, Süß- und Sauerkirschen, Pflaumen, Birnen und Äpfel, von denen wir knapp 30 Sorten im Angebot haben, betrieben.

Damit können wir die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen abdecken“, blickt Strube auf seinen Betrieb. Er macht zudem darauf aufmerksam, dass der Betrieb auch Getreide für die Kleintierhalter und individuelle Produzenten anbaut.

Wie der Betrieb nach der Wende weiterlief und was sich der Firmeninhaber für Zukunft vornimmt, lesen Sie in der Sonnabendsausgabe des Hagenower Kreisblattes oder im Epaper.

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