Blücher : Osterwanderung bei Nieselregen

Rangerin Renate Colell (2.v.r.) freute sich, dass fast ein Dutzend Wanderfreunde und Naturliebhaber an ihrer naturkundlichen Osterwanderung am Polder Blücher teilnehmen wollten. Fotos: Tilo Röpcke
Rangerin Renate Colell (2.v.r.) freute sich, dass fast ein Dutzend Wanderfreunde und Naturliebhaber an ihrer naturkundlichen Osterwanderung am Polder Blücher teilnehmen wollten. Fotos: Tilo Röpcke

Rangerin Renate Colell unternahm mit Wanderfreunden und Naturliebhabern eine Osterwanderung

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18. April 2017, 12:00 Uhr

Für gewöhnlich sind einstellige Temperaturen und permanenter Nieselregen keine guten Voraussetzungen für eine rege Teilnahme an einer Osterwanderung. „Doch wir mussten bisher nur ganz selten eine solche Veranstaltung absagen“, erzählt Renate Colell, die sich am Ostersonnabend freute, dass fast ein Dutzend Wanderfreunde und Naturliebhaber an ihrer naturkundlichen Wanderung am Polder Blücher teilnehmen wollten.

„Seit nunmehr zwanzig Jahren arbeite ich als Rangerin beim Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Seitdem bieten wir diese Traditionswanderung allen Interessierten zum Osterfest an“, begrüßt Renate Colell die gut vorbereiteten Wanderfreunde, die u.a. aus Neuhaus, Geesthacht und Schwerin angereist waren.

Als erste Teilnehmer trafen am Sonnabendmorgen Annemarie Staritz und Hans Edgar Fladrich aus Schwerin an der Blücher Kirche ein. Die beiden Gründungsmitglieder der „Schweriner Wanderfreunde“ waren trotz des doch eher bescheidenen Wetters bestens gelaunt nach Blücher gekommen, um erstmalig mit Gleichgesinnten die Region zu Fuß zu erkunden.

„Zum einen freuen wir uns immer wieder neue und interessante Menschen kennenzulernen, zum anderen erhoffen wir uns von der Rangerin viele interessante Natur- und Kulturerlebnisse am ehemaligen Polder Blücher in der Sude- und Schaaleniederung“, sagt Annemarie Staritz. Die gebürtige Schweizerin schnürt bereits seit ihrer frühesten Jugend regelmäßig ihre Wanderschuhe und erinnert sich im Gespräch mit SVZ sehr gerne an die jüngsten Wanderungen im Erzgebirge oder Schwarzwald sowie an der Ostsee.

Schon im Oktober wird es die beiden rüstigen Rentner zum gemeinschaftlichen Wandern an die Mosel führen. „Schließlich hält uns die regelmäßige Beschäftigung in und mit der Natur gesund“, freut sich die studierte und promovierte Psychologin, schon von jeher einen optimalen Ausgleich auch zu ihrem einstigen Berufsleben gefunden zu haben. Am vergangenen Sonnabend konnte sie mit vielen Gleichgesinnten zunächst eine halbstündige Führung mit Torsten Bechump vom Förderverein für den Erhalt der Dorfkirche Blücher genießen.

Gleich im Anschluss entführte die Rangerin die Naturliebhaber in Regionen, in der der Biber, die Weiden- und Beutelmeise, die Bekassine, der seltene Wachtelkönig oder sogar der Kranich als Brutvogel seit Jahren heimisch sind. Aber auch die Kopfweiden, die alten Reetdachhäuser und die Storchennester rund um den Polder durften die Wanderfreunde als das Markenzeichen der geschützten Kulturlandschaft gemeinschaftlich in Augenschein nehmen. Zum Abschluss der fast sechsstündigen Wanderung freuten sich die diesjährigen Teilnehmer der naturkundlichen Osterwanderung über wärmenden Kaffee und frisch gebackenen Kuchen von Christiane Schmidt im Pfarrhaus Blücher.

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