Zarrentin : Osterfeuer nach Schneegestöber

Die Kameraden hatten alle Hände voll zu tun, das große Feuer in Schach zu halten.
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Die Kameraden hatten alle Hände voll zu tun, das große Feuer in Schach zu halten.

Ließen sich auch durch den Wintereinbruch nicht aufhalten: Zarrentiner und Galliner entzündeten als erste im Landkreis die Holzhaufen

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31. März 2018, 05:00 Uhr

Als der Winter urplötzlich wieder in unsere Region einzog, sorgte Bernd Schwan am Gründonnerstag bereits ab drei Uhr morgens mit dem Zarrentiner Amtsbauhof für Schnee befreite Straßen. Wenige Stunden später stand der stellvertretende Ortswehrführer gemeinsam mit seinem Feuerwehrkameraden Ricky Reichelt dann am Grill, um 400 Bratwürste für die Gäste des Osterfeuers zuzubereiten. „Heute Morgen hatten wir zunächst große Angst, ob wir aufgrund des Wetterumschwungs überhaupt das Feuer entzünden können“, berichtet Schwan im SVZ-Gespräch.

In der Tat waren zunächst nur dichte Rauchschwaden zu sehen, bevor sich das lodernde Feuer endgültig im großen Holzhaufen durchsetzen konnte. Und auch wenn die Wiese an der Wache durch die anhaltend feuchte Witterung nur mit Gummistiefeln zu betreten war, nutzten nicht wenige Zarrentiner die Gelegenheit, sich aus sicherer Entfernung am Feuer zu wärmen. In der Feuerwache hingegen ließen sich die Besucher die frisch zubereiteten Bratwürste schmecken, mittendrin Zarrentins Bürgermeister Klaus Draeger, gemeinsam mit seinem fünfjährigen Enkelsohn: „Wenn wir die Freiwillige Feuerwehr nicht hätten, dann wäre das ein großer Verlust für das kulturelle und gesellschaftliche Leben. Die Kameraden opfern nicht nur einen großen Teil ihrer Freizeit für die Ausbildung und die Absicherung des Brandschutzes, sondern unterstützen uns in vielerlei Hinsicht bei der Vorbereitung und Durchführung zahlreicher Veranstaltungen“, ist das Stadtoberhaupt voll des Lobes für seine freiwilligen Brandschützer.

Dabei denkt Klaus Draeger auch schon an das Stadtfest, das Maibaumsetzen, das Kinderfest, den Triathlon oder das Neptunfest. „Allesamt Feierlichkeiten, die ohne Unterstützung unserer Feuerwehr, aber auch der DLRG in dieser Vielfalt und Qualität undenkbar wären“, ist er sich sicher. Selbst sein Enkel träume nachts schon von der Feuerwehr. „Das muss er wohl schon mit der Muttermilch aufgesogen haben, schließlich engagiert sich meine Schwiegertochter Ellen Draeger seit vielen Jahren in der Testorfer Wehr“, so der Bürgermeister schmunzelnd.

Wer sich für die Arbeit der derzeit 25 Freiwilligen Brandschützer in Zarrentin interessiert, der sei am Sonnabend, dem 14. April, zum Tag der offenen Tür eingeladen. „Wir wollen an diesem Tag von 10 bis 14 Uhr anlässlich der Fertigstellung unseres Anbaues zu einem gemütlichen Beisammensein einladen. Meine Kameraden werden feuerwehrtechnische Vorführungen bezüglich eines Fettbrandes und Brandhauses anbieten“, freut sich Bernd Schwan schon jetzt auf den nächsten Höhepunkt.

Neben den Zarrentinern gehörte auch die Galliner Feuerwehr zu den ersten im Landkreis, die ihr Osterfeuer entzündeten. Und das aus gutem Grund: „Am Sonnabend machen es alle. Da ist das heute für uns eine schöne Gelegenheit“, sind sich die Verantwortlichen einig. Und sie stellten am Donnerstag einiges auf die Beine. So konnten sich mehr als 30 Kinder der Gemeinde über Geschenke freuen, die ihnen der Osterhase aufgrund des Wetters im Feuerwehrhaus versteckte. Mit etwas Schokolade im Mundwinkel ging es für die Kleinen anschließend nach draußen. Denn den ganzen Tag hatten die Kameraden der Galliner Wehr den anliegenden Platz von Schnee befreit, damit das Feuer am Abend von den zahlreichen Besuchern trockenen Fußes bewundert werden konnte.

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