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Wie weiter mit Straßenbau? : Ortsdurchfahrt 2015 fertig

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Neuer Plan für Ausbau der Straße in Steegen / Aufträge werden neu ausgeschrieben

von
erstellt am 29.Aug.2014 | 15:02 Uhr

Verspätet, aber dafür komplett fertig soll die Ortsdurchfahrt in Steegen im nächsten Jahr werden. Winfried Schütt vom Fachdienst Straßen- und Tiefbau des Landkreises Ludwigslust-Parchim rechnet mit dem Abschluss des Bauprojekts Mitte 2015.

Das Geld für das Vorhaben sei eingeplant, die Fördersumme praktisch sicher, sagte er am Donnerstagabend auf einer Einwohnerversammlung in Pätow-Steegen. Das Gros der Bauarbeiten wird Schütts Angaben zufolge ab Frühjahr erfolgen. Eventuell könnten noch in diesem Jahr erste Arbeiten für den Gehweg entlang der Fahrbahn aufgenommen werden.

Zwei Bauabschnitte der Straße waren bereits im Vorjahr fertiggestellt worden. Mit dem dritten Teil sollte eigentlich bereits im Sommer begonnen werden. Doch weil der Haushalt des Landkreises spät beschlossen und vom Schweriner Innenministerium bestätigt worden war, erfolgte die Ausschreibung erst im Juli. Resultat: Die Angebote fielen teurer als gedacht aus. Die Ergebnisse beim Preis seien niederschmetternd und die Baufirmen zu diesem Zeitpunkt mit Aufträgen gut gesegnet gewesen, erklärte Schütt.

Nun wird nach den Plänen der Straßenbauverwaltung die noch ausstehende Sanierung der 400 Straßenmeter in zwei Abschnitte aufgeteilt und diese Teilstücke Anfang September neu ausgeschrieben. Zunächst wolle man die Warlitzer Straße nebst kombinierten Rad- und Gehweg in Steegen fertigstellen und dann die Kreuzung in Richtung Pätow in Angriff nehmen, informierte Schütt. Der Auftrag dafür soll im Oktober erteilt werden.

Der Straßenbaufachmann stimmte die Einwohner für das nächste Jahr auf Einschränkungen ein. Zum Bauvorhaben gehören nämlich auch Arbeiten an Rohrleitungen. Das macht Schütt zufolge eine Vollsperrung des Abschnitts erforderlich. „Ohne diese Maßnahme können wir keine Ortsdurchfahrt bauen“, betonte er. „Für die, die hier wohnen, wird es eine Zeitlang schwer“, fügte der Verwaltungsmitarbeiter hinzu. Schwerlasttransporte sollen über Pritzier umgeleitet werden. Für Krankentransporte, Feuerwehr und Müllabfuhr würden Lösungen gefunden. Schütt äußerte sich optimistisch, dass das Straßenbauvorhaben so wie geplant umgesetzt werden kann. „Wir wollen hier möglichst schnell fertig werden, schließlich beschäftigt uns der Ausbau der Ortsdurchfahrt schon fast zehn Jahre.“ Der Haushalt des Landkreises werde 2015 wahrscheinlich früher auf den Weg gebracht als in diesem Jahr, so dass im Frühjahr mit dem Weiterbau in Steegen richtig begonnen werden könnte. Kritik kam von den Gemeindevertretern. Mit dem Gesamtumstand könne man sich nicht zufrieden geben, hieß es. Leider habe die Gemeindevertretung keinen Einfluss auf das verzögerte Bauvorhaben zum Nachteil der Anwohner und des frequentierenden Verkehrs.

Die Gemeinde hofft weiterhin auf die Umsetzung des Konzeptes ohne nochmaliger Verzögerung. Künftig erwartet Bürgermeister Holger Maty nach eigenen Worten einen konstruktiveren Informationsaustausch zwischen der Gemeinde und dem Fachdienst Straßen- und Tiefbau des Landkreises. Im Vorfeld sei das nicht wie gewünscht der Fall gewesen.

Im benachbarten Warlitz soll nach dem Willen der Bürger des Ortes möglichst im nächsten Jahr ebenfalls das noch fehlende Stück der Ortsdurchfahrt saniert werden. Steegen und Warlitz liegen an der gleichen Kreisstraße.

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