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Hagenower Kreisblatt

23. November 2017 | 06:45 Uhr

Lübtheen : Onleihe läuft weiter schleppend

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Bücherausleihe im Internet ist in Lübtheen noch verhalten. Projekt soll sich bei Benutzern der Bibliothek weiter etablieren

von
erstellt am 28.Mär.2017 | 12:00 Uhr

So richtig etablieren kann sich das digitale Angebot in der Stadtbibliothek Lübtheen noch nicht. Viele Nutzer haben Bedenken, sich bei der Onleihe anzumelden. „Wir sind hier keine Großstadt“, stellt Elke Stenzel von der Bibliothek fest. Da würde dieses Angebot boomen. „Und wir haben in Lübtheen nach wie vor das Problem, dass die Internetverbindung noch immer sehr schlecht ist“, so die Bibliothekarin weiter.

In diesem Jahr sei jedoch schon einmal ein guter Anfang gemacht, im Vergleich zu 2016. Bis jetzt hätten sich 19 Onleihe-Nutzer angemeldet. Dabei wird die Anmeldung nur einmal gezählt. 2016 waren es insgesamt 36 Benutzer. Im vergangenen Jahr wurden 930 Entleihungen online vorgenommen, insgesamt bis heute 1286. Das gibt Hoffnung für die Zukunft. „Es ist schon gut, eine Steigerung ist zu erkennen“, so Stenzel.

Der Bestand des Onleihe-Verbunds MV, dem die Lübtheener und auch die Hagenower Bibliothek angehören, liegt derzeit bei über 53000 Medien. Auch englische Bücher seien hier dabei. Dabei wird die Auswahl ständig auf dem neuesten Stand gehalten. Bibliotheksbenutzer mit ihrem gültigen Ausweis können digital Belletristik, Sachbücher, Kinderliteratur, Hörbücher, Musik oder Lehrfilme ausleihen, und das 24 Stunden lang. „Sie müssen sich hier nicht an unsere Öffnungszeiten halten“, erklärt Stenzel. Bücher, die gerade nicht zur Verfügung stehen, können vorgemerkt werden und eine Mahngebühr für eine verspätete Rückgabe gibt es nicht mehr. „Wenn die Frist abgelaufen ist, dann wird die Lizenz einfach entzogen. Der Nutzer kann dann das Buch erneut ausleihen und weiterlesen.“

Erforderlich für die Onleihe sind ein Computer, Laptop, Tablet oder Smartphone mit Internetanschluss und den benötigten Programmen. „Man sollte auch darauf achten, dass der Computer nicht zu alt ist“, erklärt Stenzel. Besitzt der Nutzer alle erforderlichen Programme, wählt er im Online-Katalog sein Buch oder seine Musik aus und lädt sie auf sein Endgerät runter.

„Ich sage meinen Benutzern auch immer, sie sollen nicht gleich aufgeben, wenn etwas mal nicht gleich funktioniert“, sagt die Bibliothekarin. Der Verbund arbeite ständig an Erneuerungen im System, so dass die Nutzbarkeit immer weiter verbessert werde. „Neu ist seit Februar zum Beispiel, dass man jetzt Audio-Medien runterladen und auch offline hören kann.“ Für Fragen rund um die Onleihe steht die Bibliothekarin jederzeit zur Verfügung. Auch auf der Internetseite gibt es einen Hilfebereich, der viele Sachen einfach erklärt.

Um die Onleihe noch weiter bekannt zu machen, hat Elke Stenzel jetzt ein Projekt mit dem Jugendclub ins Leben gerufen. Sie wollen eine Einführungsveranstaltung mit Schulklassen durchführen. Und sie hofft, dass noch weiter Benutzer der Bibliothek den Schritt in die Onleihe wagen. „Es ist eigentlich so toll“, hebt Stenzel noch einmal die ganzen Vorteile hervor. Angst um ihren Job mache sich die Bibliothekarin auch nicht. „Wenn es wirklich einmal boomt, dann habe ich noch mehr Zeit für andere Dinge, wie Veranstaltungen und Projekte.“

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