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Hagenower Kreisblatt

25. November 2017 | 01:11 Uhr

Kita-Ausbau : Nordlichter setzen neue Maßstäbe

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Kinderbetreuung der Zukunft: Bundesministerin Manuela Schwesig besucht Neubau einer Hagenower Kindertagesstätte und zeigt sich angetan.

svz.de von
erstellt am 01.Mai.2015 | 20:45 Uhr

Eigentlich braucht die Stadt noch eine weitere Kita. So hoch ist der Bedarf, so ausgelastet sind die bestehenden Einrichtungen. So hoch sind aber auch die Maßstäbe, die mit dem Neubau der Kita „Nordlichter“ gesetzt wurden. Kita-Leiterin Sibylle Hansen konnte am Donnerstag besonders hohen Besuch in ihren Räumen begrüßen. Mit Manuela Schwesig kam faktisch Deutschlands oberste Kita-Chefin zum Prahmer Berg. Sie wolle mal den richtigen Einsatz der Fördermittel kontrollieren scherzte Schwesig vor versammelter Runde. Die Hagenower Kita war auch aus einem Bundesprogramm gefördert worden. Zur Begrüßung der Ministerin war die halbe Stadtvertretung mit den maßgeblichen Fraktionen vertreten. Gemeinsam sah man sich den neuen Bau an, dessen Betrieb nach und nach hochgefahren wird. Aktuell werden dort 36 Kinder in der Kita und weitere 24 Knirpse im Krippenbereich versorgt. Auch wenn die endgültige Kapazität erst zum  Jahresende genutzt werden soll, gibt es jetzt schon Wartelisten. Zudem muss die Stadt sich um die Sanierung der beiden anderen großen Einrichtungen „Matroschka“ und „Regenbogenland“ kümmern. Fakt ist, der neue Bau mit seinen hellen Räumen, den Bewegungsmöglichkeiten, den Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter, schafft Begehrlichkeiten. Wer wissen will, wie Kinderbetreuung künftig aussehen kann, der sollte sich das Haus ansehen. Hagenow ist mit seinen Kapazitätssorgen ja nicht allein. Während Vellahn auf einen Neubau und eine Konzentration seiner Kita-Betreuung setzt und dort auf einem guten Weg ist, leistet sich das Amt Hagenow-Land z. B. immer noch eine erhebliche Zersplitterung seiner Kapazitäten. Nicht immer zum Vorteil der Kinder und Eltern, der Mitarbeiter und einiger Gemeinden, von denen manche mit der Trägerschaft für eine Kita schlicht überfordert sind.

Hagenow ist hingegen stolz auf seine „Nordlichter“, weiß aber auch wie viel noch zu tun ist. Die bisherigen Kindereinrichtungen in der Stadt werden  zwar auch nach einer Sanierung nicht die räumlichen Möglichkeiten des Neubaus haben. Dafür wird aber die Zahl der in den Einrichtungen zu betreuenden  Kinder sinken, was  zu vergleichbaren Ergebnissen führen kann.

Und Manuela Schwesig? Die zeigte sich am Donnerstag wirklich angetan, sie könne in Berlin berichten, dass das Geld gut angelegt sei. Sie habe in den vergangenen Monaten darum kämpfen müssen, dass auch die ostdeutschen Länder weiter Geld für die Kita-Förderung bekommen müssen. In den alten Ländern hatte man daran gezweifelt, weil der Osten in Sachen Kita ja schon soweit sei.

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