Auftakt der Norddeutschen Tage an der Elbe : Norddeutsche stürmten Festung Dömitz

Am Stand von Restaurator Peter  Scharnweber (2.v.l.), der von Sohn Ulrich unterstützt wurde,  war selbst der Hobelabfall begehrt.
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Am Stand von Restaurator Peter Scharnweber (2.v.l.), der von Sohn Ulrich unterstützt wurde, war selbst der Hobelabfall begehrt.

Eine einzigartige Kulisse, Orchesterklänge, plattdeutsche Lieder, ein nachgestelltes Militärlager und ein historischer Kunsthandwerkermarkt - das alles bot der Auftakt der 9. Norddeutschen Tage an der Elbe in Dömitz.

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20. Mai 2013, 05:50 Uhr

DÖMITZ | Eine einzigartige Kulisse, Orchesterklänge, plattdeutsche Lieder, ein nachgestelltes Militärlager des "Lützower Jägerkorps" und ein prall bestückter historischer Kunsthandwerkermarkt - das alles bot am Pfingstsonntag die Auftaktveranstaltung der 9. Norddeutschen Tage an der Elbe im Innenhof der Dömitzer Festungsanlage. Es war erneut ein gelungener Start dieses länderübergreifenden Festes, das am 25. Mai im brandenburgischen Lenzen, am 2. Juni im niedersächsischen Elbedorf Damnatz und wenig später im Hafen der Stadt Hitzacker weitere unterhaltsame Höhepunkte bieten wird. Die Stadt Dömitz war Pfingstsonntag Anziehungspunkt für Besucher aus dem gesamten norddeutschen Raum, hunderte von ihnen strömten auf die Festung, wollten dort mit dabei sein.

Diese länderübergreifende Großveranstaltung soll auch künftig Bestand im Terminkalender der Festungsstadt haben, versprach die Bürgermeisterin Renate Vollbrecht bei der Eröffnung. Die Stadt Dömitz habe nach dem Ausfall des Landesheimatverbandes MV die Aufgabe als Veranstalter für Mecklenburg-Vorpommern gern übernommen. Möglich sei diese Gastgeberrolle jedoch nur durch die Unterstützung vom Land geworden. "Die Norddeutschen Tage an der Elbe in Dömitz, das passt", bekräftigte die Bürgermeisterin ihre Bereitschaft, das verbindende Band des Flusses auch als Aushängeschild für die Metropolregion Hamburg werbend in die Öffentlichkeit zu tragen.

Aus der hanseatischen Metropole, just von einer Musikparade aus Shanghai zurückgekehrt, marschierte das Show- und Musikkorps "Ahoi Hamburg" auf die Festungsbühne. Moderator Norbert Bosse nahm die Musikleiterin Susanne Braun-Zinder gleich einmal in den Arm, um mit ihr im besten Meckelbörger Platt über Shanghai, Hamburgs Michel und Dömitzer Deerns zu klönen.

Den weiteren bunten kulturellen und musikalischen Reigen spannten dann bis in den Nachmittag hinein das Dreistädte-Orchester Groß Laasch und die seit 40 Jahren bestehenden Dömitzer Elbmusikanten. Willi Freibier, alias Gerd Brummund, sang sich bei seinem Auftritt in die Herzen der Menschen aus der Griesen Gegend und darüber hinaus. Humorvoll in "Plattduetsch ton hegen" stellten sich die Darsteller der Laienbühne "De Gusbörner" von der Dannenberger Seite der Elbe erstmals auf der Dömitzer Festung vor. Und dann war da noch der Hagenower Kuno Karls, der immer dann viele Menschen an seinem Stand um sich scharte, wenn er seine in Meckelbörgisch gehaltenen Anekdoten zum Besten gab.

Andere Gäste versuchten sich am Stand von Annerose Krüger und Birgit Hecht beim Spinnen von Wolle. Der Versuch einer Rostockerin, einen Wollfaden aufzuspindeln, wurde von der in ihrem Schlepptau folgenden Gruppe mit viel spontanem Witz angefeuert. Bei dem Dömitzer Restaurator und Tischlermeister Peter Scharnweber und seinem Sohn Ulrich konnte fleißig gehobelt werden. Und die anfallende Späne, besonders die, die sich lockig aufrollte, fand gleich tütenweise Abnehmer. Zig Besucher wollen diese Reste für Dekorationszwecke nutzen.

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