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Sweet-Tec Boizenburg : „Niemand muss nach Hamburg pendeln“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

117 weitere Stellen bei Bonbonhersteller Sweet Tec / Food-Academy legte vor Wirtschaftsminister Glawe Zwischenbilanz vor

von
erstellt am 05.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Der Bonbonhersteller Sweet Tec in Boizenburg an der Elbe erweitert die Produktion. Bis zum Jahresende seien zwei neue Hallen sowie weitere Silos für Zucker und Glukose geplant, teilte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) heute bei einem Firmenbesuch mit. Zudem solle eine Vorkläranlage gebaut werden.

Die Erweiterung des Werks für Kau- und Hartbonbons werde von Land und EU mit gut acht Millionen Euro gefördert, das Investitionsvolumen belaufe sich auf insgesamt rund 32,5 Millionen Euro. Zu den bestehenden 218 Arbeitsplätzen sollen 117 neue hinzukommen.

Um die Sicherung von Fachkräften kümmert sich in Boizenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) der Verein „Food Academy“, gegründet wurde er 2014 von Nahrungsmittelunternehmen der Region. Er entwickelte beispielsweise ein Messekonzept für die Branche sowie einen „Atlas der Ernährungswirtschaft“ insbesondere für die Berufsorientierung an Schulen.

Im Land beschäftigen derzeit 90 größere Nahrungsmittel-Betriebe rund 14 450 Mitarbeiter und erwirtschaften einen Jahresumsatz von rund 4,4 Milliarden Euro. Der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes beträgt etwa 36 Prozent.

Glawe sagte zur „Food-Academy“: „Projekt und Idee verdienen weiterhin die Unterstützung des Landes, wichtig bleiben die konkreten Maßnahmen für die Beschäftigten in der Branche.“ Genau darum hat sich das kleine Team, das sich nicht umsonst als „Food-Familiy“ versteht, in den vergangenen Monaten auch gekümmert. In den kommenden Monaten soll sich verstärkt um die Gewinnung neuer Mitglieder gekümmert werden. Die Gründungsmitglieder von Sweet Tec über Dr. Oetker, Nestlé, Riha-Wesergold oder Sternmaid hätten zusammen mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises genug Eigengewicht, um einiges auf die Beine zu stellen. So gab es gemeinsame Schulungen mit mehr als 100 Teilnehmern aus allen Firmen.

Doch das Hauptfeld der Academy dreht sich um die Sicherung von Fachkräften in der Ernährungswirtschaft. Und da muss auch weiterhin intensiv getrommelt werden. „Die Berufsbilder der Ernährungswirtschaft sind der Jugend nicht bekannt“, berichtete  Christine Ilic, Projektleiterin bei der Wirtschaftförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg, dem Minister und seiner Delegation. Die meisten würden denken, da könne man Koch werden. Auf die Vielzahl der benötigten technischen Berufe komme jedoch niemand.

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