Neuhaus : Nichts ist besser als ein gutes Brot

Heute steht Manfred Ickert für den Familienbetrieb ein – der Plan war jedoch ein anderer.
Heute steht Manfred Ickert für den Familienbetrieb ein – der Plan war jedoch ein anderer.

Manfred Ickert stieg auf Umwegen in das jetzige Familienunternehmen ein – heute ist er Bäcker mit „Laib“ und Seele

von
24. März 2018, 05:00 Uhr

Hört man den Namen Manfred Ickert, denkt man an Brote, Brötchen und anderes Gebäck. Im Kopf hat man ein Bild von einem mit Mehl bestäubten Mann, der in der Backstube steht. Was jedoch nicht viele wissen ist, dass der Bäckermeister nach dem Abitur eigentlich in eine ganz andere Richtung wollte. Der gebürtige Neuhauser sprach damals nämlich bei der SVZ vor, wollte Sportredakteur werden. Denn das Studium für Bekleidungstechnik, für das der heute 59-Jährige damals einen Platz in Sachsen hat, sagt ihm nicht zu. Doch es kommt anders als gedacht. Manfred Ickert schließt eine Ausbildung zum Schlosser ab und denkt gar nicht daran, den Betrieb seiner Eltern eines Tages zu übernehmen. Till Backhaus gibt ihm erst den Anstoß dazu. Als die beiden Schulfreunde bei einem Feierabendbier zusammen sitzen, bringt Backhaus Manfred Ickert auf den Gedanken, seine Eltern mehr zu unterstützen und in die Bäckerei einzusteigen. Auf der Abendschule absolviert der Neuhauser schließlich seine Ausbildung zum Bäcker und Konditor. Heute ist der 59-Jährige Bäcker mit „Laib“ und Seele: „Es gibt nichts schöneres, als ein gutes Brot“, sagt er selbst.

SVZ-Volontärin Jacqueline Worch stellt dem Neuhauser die beliebten Fragen zum Wochenende.

Wie lautet Ihr Lebensmotto?
Wer hinfällt, muss auch wieder aufstehen.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Also einen persönlichen Helden habe ich eigentlich nicht. Aber ich habe sehr großen Respekt vor Menschen, die weltweit unterwegs sind und anderen uneigennützig helfen und versuchen, Leid zu lindern.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Im Garten auf meiner Terrasse.

Können Sie sich mit einem Wort beschreiben?
Ehrlich.

Was bedeutet Ihnen persönliches Glück?
Gesundheit für die ganze Familie.

Worauf könnten Sie niemals verzichten?
Auf offene und ehrliche Gespräche.

Sind Sie eher ein Kopf- oder ein Bauchmensch?
Das hat sich über die Zeit gewandelt, aber es ist immer noch eine Mischung. Ich würde sagen, es beginnt immer im Bauch, aber je älter man wird, desto mehr überdenkt man die Bauchentscheidungen dann, bevor man sie in die Tat umsetzt.

Mit wem würden Sie sich gern auf eine Tasse Kaffee treffen?
Das ist Horst Hrubesch – das ist ein ehemaliger sehr erfolgreicher Fußballer des HSV. Er kommt aus bescheidenen Verhältnissen und hat sich alles hart erarbeitet. Und ich würde gern mit ihm über die derzeitige traurige Situation beim HSV reden.

Welchen Wunsch wollen Sie sich noch erfüllen?
Ich wünsche mir Gesundheit für die ganze Familie und Erfolg im Unternehmen. Da reicht der Wunsch aber nicht aus. Man muss auch etwas dafür tun.

Wem sollten wir diese Fragen einmal stellen?
Das ist wirklich eine schwierige Frage. Darüber habe ich eine Zeit lang nachdenken müssen und ich habe auch mit meiner Frau darüber gesprochen. Viele schlagen ja ihren direkten Nachbarn vor…und das mache ich auch. Bernd Benthien ist ein toller Kerl. Er hat Drillinge groß gezogen und macht so viel, war immer so aktiv. Vor einigen Jahren hatte er dann einen Unfall. Wie er seitdem damit und mit seiner Umwelt umgeht, ist einfach beeindruckend.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen