zur Navigation springen
Hagenower Kreisblatt

19. November 2017 | 02:24 Uhr

Neuhaus : Nicht in die Schuldenfalle tappen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Das Präventionsprojekt „Meine erste eigene Bude“ der Schuldnerberatungsstelle war zu Gast in der Oberschule

svz.de von
erstellt am 06.Mai.2015 | 15:27 Uhr

„Jeder 10. Einwohner in Deutschland ist überschuldet. Gerade bei bei jungen Menschen verzeichnen wir in den letzten Jahren einen starken Zuwachs der Schuldner. Viele junge Erwachsene können ihren Lebensunterhalt durch die erhöhte Belastung mit Kreditverträgen nicht mehr alleine bestreiten“, erklärt Anke Gottwald von der Schuldnerberatungsstelle des Diakonieverbandes Nordostniedersachsen die Notwendigkeit ihres neuen Beratungsangebotes für Schüler.

„Meine erste eigene Bude“ heißt das zweistündige Präventionsprojekt, mit dem Anke Gottwald und ihre Kollegin Gisela Kindler in der vergangenen Woche die Schüler der 9. und 10. Klasse der Neuhauser Oberschule besucht haben. Schulsozialarbeiterin Alice Pippig (IB) hat die beiden Damen aus Lüneburg eingeladen.

„Unsere Schüler stehen kurz vor ihrem Abschluss und dann beginnt mit der Ausbildung für sie ein neuer Lebensabschnitt, möglicherweise auch in einer anderen Stadt. Mit dem kleinen Lehrlingsgehalt kann man kaum den Unterhalt einer eigenen Wohnung und was noch alles dazu kommt bestreiten. Deshalb finden wir es sehr wichtig, dass die Schüler wissen, was auf sie zukommt und wo sie Hilfe bekommen können. Sehr gut finde ich, dass die Beratung hier zu uns in die Schule kommt“, sagt sie.

Das Präventionsprojekt „Meine erste eigene Bude“ ist speziell auf die Bedürfnisse von Schulabgängern abgestimmt. Die Schüler der Neuhauser Oberschule sind landkreisweit die ersten, die von dieser mobilen Beratung der Diakonie profitieren. „Mit unserem Projekt wollen wir die Schüler aufklären, damit sie nicht in die Schuldenfalle tappen. Gerade mit der uneingeschränkten Geschäftsfähigkeit ab 18 Jahren kann man sich auf einmal ohne die Zustimmung der Eltern Wünsche erfüllen, die den eigenen schmalen Geldbeutel schnell überfordern“, berichtet Gisela Kindler aus ihrer langjährigen Erfahrung in der Beratung von Schuldnern.

Wie viel Miete muss ich für die erste eigene Bude zahlen? Wo verstecken sich weitere Kosten? Wo kann ich finanzielle Unterstützung bekommen, damit ich mir die erste eigene Wohnung leisten kann? Gemeinsam mit Anke Gottwald und Gisela Kindler werten die Schüler Wohnungsannoncen aus. Strom, Heizung, Wasser, Telefon, dazu der Lebensunterhalt, da kommen schnell ein paar hundert Euro zusammen, müssen die Schüler feststellen.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Donnerstag.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen