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Auf dem Meeresgrund : Neuhaus in feuchter Feierlaune

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Der NCC schickte in diesem Jahr seine Fangemeinde auf den Meeresgrund und wirklich alle kamen mit zu den Haien und Fischen

von
erstellt am 27.Feb.2017 | 11:00 Uhr

Es gibt die großen Karnevalsfeiern mit sehr langen Programmen und endlosen Tischreihen und es gibt den Neuhauser Carneval: Kleiner, intimer, kabarettistisch ausgerichtet, mit einer ehrgeizigen Mannschaft und einem unglaublich treuen und feierfreudigen Publikum. Dabei gehen gerade einmal 170 Gäste offiziell in den Saal des gastgebenden „Hotels Hannover“. Doch das macht die besondere Atmosphäre hier aus, denn es geht sofort los, und das Publikum sitzt den Akteuren fast auf dem Schoß. Und, hier kommen eigentlich alle kostümiert zum Carneval, das noch themengetreu. Denn die Neuhaus Carnevalisten um Präsident Andreas Kampka, geben in jedem Jahr ein Motto aus. Thema in diesem Februar: „Beim NCC da geht es rund, wir feiern auf dem Meeresgrund“. Dieses Thema wird dann auch wunderschön konsequent durchgezogen. Von den ferngesteuerten Haien, die wie Luftschiffe durch den Saal schweben, über den Neptun, den Auftritt der kleinen Krabben, alles passiert in feucht fröhlicher Laune auf dem Meeresgrund.

Das Programm selbst umfasst zwar ehrgeizige 21 Punkte, doch trotz aller Zugaben ist nach wenig mehr als zwei Stunden Schluss. Dann stürmt das Publikum auf die Tanzfläche und räumt sie auch nicht mehr.

Natürlich sind die „Lolipops“, die kleinen Tänzerinnen, die ersten Stars, betreut von Eva Stoll und Luci Suchanek. Doch jeder hat hier seine Chance, Lou Rath u. a. mit seinem Neuhauser Lied genauso wie Gerald Schmidt, der die Bütt gleich mehrfach besetzt. Unschlagbar ist der Mann mit dem feinen Lächeln jedoch als schimpfende Angela Merkel, die mit ihrem Volk ein wenig unzufrieden ist. Für Schwung sorgt nicht nur regelmäßig die Garde sondern auch die Mädels die unter „M&M“ firmieren. Hier tragen Doreen Hose und Grit Rieck die Verantwortung.

Es geht zügig zu, trotz der nötigen Umbaupausen, während die Kostümierten im Saal schon früh mit stimmungsvollem Beifall päsent sind. Neuhauser Carneval, den es immerhin schon seit 64 Jahren gibt, soll Spaß machen und ist nicht so sehr ans strenge Regeln gebunden.

An die hält sich der erst 10-jährige Yanik Hose schon lange nicht mehr, denn der Junge legt in der Bütt los wie die Feuerwehr. Und er kann seinen Auftritt genießen. Schreiend komisch sind auch Christian Otto, Jörg Schulzendorf und Wolfram Schröder mit ihrer Büttenwarder-Nummer. Köstlich auch das Geschnatter, Verzeihung Geblubber, der drei Nixen Johanna Bathel, Annemarie Brusch und Michaela Jürs. Letztere ahnte da noch nicht, dass es für sie ein ganz besonderer Abend werden würde. Denn ihr Partner, Stephan Strandhöfer, hatte in hoch geheimer Absprache noch etwas vor: Einen öffentlichen Heiratsantrag. Und den trug er mit eigenem Lied und zitternden Händen dann so rührend vor, dass selbst Männer im Saal Tränen in den Augen hatten. Natürlich gab es ein Ja von der künftigen Braut.

Das Familiäre zieht sich durch bei den Neuhausern. Der Verein hat so um die 100 Mitglieder und hinter den Kulissen gibt es die unverzichtbaren Macher wie Silke Kampka (Regie), Jörg Schulzendorf, der Mann für alles, Heike Pink, oder die Schatzmeisterin Cornelia Knebusch. Und natürlich Gerald Schmidt, der immer unterwegs ist, alles im Blick hat, sich kümmert. Von diesen Abenden dürfte es ruhig mehr geben, und beim NCC wird schon darüber nachgedacht, ob es im kommenden Jahr nicht wieder eine dritte und vierte Veranstaltung geben sollte. Momentan wäre der Zuspruch der Interessenten dafür da. Es ist den Neuhausern zu wünschen, dass dies so bleibt.

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