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Kommentar : Neuhaus fühlt sich gleich mehrfach abgehängt

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

von
erstellt am 14.Okt.2015 | 11:44 Uhr

In der Flüchtlingsfrage ist immer mehr von der schweigenden Mehrheit und der Bevölkerung die Rede. Nun, an dem Abend war sie fast komplett da, die Bevölkerung. Und es gab keine Willkommens-plakate oder gar Beifall. Es wurde aber auch nicht gehetzt, die Bürger wollten schlicht informiert werden. Und einige hatten wohl auch die Hoffnung, dass sich noch etwas ändern lässt an den Plänen. Zu abwegig schien vielen der Gedanke, bis zu 1000 Menschen ausgerechnet nach Sumte zu schicken.

Anders als in Zahrensdorf, Heidhof, Hagenow oder auch früher in Horst bekamen die Sumter und Neuhäuser wenigstens viele Informationen, bevor die Flüchtlinge da sind. Doch nicht wenige fragten sich nach dem Abend, was das Ganze denn gebracht habe? Denn entschieden war das Projekt schon vorher. Dafür ist die Not des Landes, ist der faktische Druck durch die schieren Flüchtlingszahlen zu groß. Sumte wird von Syrern und Flüchtlingen anderer Länder bezogen werden. Das Land Niedersachsen kann gar nicht anders. Nur die angekündigten 1000 Menschen werden es sicher nicht werden. Das haben die Neuhauser immer wieder klar gemacht, und das wurde von den Verantwortlichen auch indirekt eingeräumt. Interessant ist, dass durch die Flüchtlingsproblematik jetzt noch ganz andere Dinge hochkommen. Sumte war eben nicht immer Niedersachsen. Die Menschen dort wissen wie es ist, durch einen Staat bevormundet zu werden. Und die Neuhauser fühlen sich abgehängt, nicht umsonst kam auch an diesem Abend das Dauerthema Brücke immer wieder hoch. Die Verantwortlichen aus Hannover sollten wissen, in welch hoch sensiblen Bereich sie sich hier im Amt bewegen.

 

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