Rockdorf bei Boizenburg : Neues Piano-Festival in Greven

Einer der Gäste an den Klavieren beim neuen Piano-Festival: Gottfried Böttger.
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Einer der Gäste an den Klavieren beim neuen Piano-Festival: Gottfried Böttger.

Das „Rockdorf“ bei Boizenburg lädt mit seinem neuen Event zu mittlerweile vier hochkarätigen Musikveranstaltungen im Jahr ein

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27. April 2017, 12:00 Uhr

Frühschoppen mit Livemusik, Holzfest, Rock 'n' Roll-Nacht und die Bluesnächte – im kleinen Dörfchen Greven mit seinen 252 Einwohnern ist auch 2017 jede Menge los. In diesem Jahr kommt sogar noch ein weiteres musikalisches Highlight hinzu: Das Piano-Festival „Shake Greven“. Das Festival, von dem sich Harald Elgeti, Vorsitzender des „Fördervereins für Kultur in Greven e.V.“ durch das Boogie-Festival „Shake the Lake“ am Wolfgangsee in Österreich inspirieren ließ, beginnt am 6. Mai um 19.30 Uhr. Berühmte Pianisten wie Gottfried Böttger werden dann im Festzelt von Greven in die Tasten hauen. Deutschlands führender Jazz-Pianist ist vielen bekannt aus 40 Jahren „3 nach 9“. Außerdem spielt er in Udo Lindenbergs Panikorchester, legendär ist sein Auftritt vor 70  000 Leuten bei der Leichtathletik-WM 1993 in Stuttgart.

Am 6. Mai wird aber auch die bezaubernde holländische Boogie-Lady No. 1 Anke Angel in Greven am Klavier sitzen, ebenso wie der österreichische Pianist Daniel Ecklbauer, Eeco Rijken Rapp aus den Niederlanden sowie Günther Brackmann aus Hamburg. Sie alle bieten an zwei Flügeln Blues und Boogie Woogie in Perfektion. Ebenfalls dabei sind Bassist Thomas Biller, Schlagzeuger David Herzel und Mundharmonikaspieler plus Sänger Daniel Bohl. Diese drei können sich die Pianisten auf die Bühne zur Unterstützung holen, erklärt Harald Elgeti.

Am 7. Mai, gibt gibt es dann noch einen Boogie-Frühschoppen mit Niels von der Leyen, Alicia Emmi Berg und den Boogiesoulmates.

„Der Förderverein für Kultur in Greven e.V. ist bemüht, das kulturelle Leben in unserer ländlich geprägten Region aufzuwerten“, erklärt Elgeti, der bis zum letzten Jahr Vorsitzender des Bauernverbandes LUP war. „Seit 2001 organisiert der Verein die Grevener Blues-Nächte, die bereits Kultstatus erreicht haben.“ Diese Veranstaltung habe zunächst nur an einem Tag stattgefunden, seit 2012 gibt es an zwei aufeinander folgenden Tagen am letzten August-Wochenende Programm. Berühmte Künstler wie Inga Rumpf, Chris Farlowe und Axel Zwingenberger waren bisher schon in Greven. Deutschlands Blues- Legende Abi Wallenstein ist jedes Jahr dabei.

„In diesem Jahr erwartet die Besucher etwas ganz Besonderes“, erklärt Elgeti. „Am Freitag, das ist der 25. August, treten mit Uschi Brüning, Jürgen Kerth und der Engerling Blues-Band musikalische Legenden aus der DDR-Zeit auf.“

Seit 2009 organisiert der Verein auch eine Rock ‚n‘ Roll-Nacht, dieses Jahr am 24. Juni. Hier wird von Live-Bands Musik der fünfziger und sechziger Jahre gespielt. Zu dieser Veranstaltung haben Frauen im Pettycoat freien Eintritt.

Der Country-Frühschoppen am Pfingstsonntag mit Cattle Call ab 11 Uhr ist ebenfalls inzwischen eine Tradition beim mehrtägigen Holzfest.
„Für das Piano-Festival habe ich zwei Jahre gearbeitet“, berichtet Harald Elgeti. „Für diese neue Veranstaltung mussten ja auch Sponsoren gefunden werden. Nachdem ich das Boogie-Festival 2015 am Wolfgangsee erlebt habe, meinte ich zu zu meiner Frau: ‘Das will ich auch.’ Wenn die Hälfte der Gelder durch Sponsoren zusammen, wollten wir Risiko eingehen.“

Im Herbst letzten Jahres sei es so weit gewesen und der Verein habe beschlossen, das Piano-Festival am 6. und 7. Mai auf die Beine zu stellen.

„Die Bluesnächte tragen sich inzwischen selbst, da haben wir jedes Mal 600 - 800 Besucher. Die Rock’n Roll-Nacht können wir uns auch nur durch Sponsoren leisten“, erklärt Elgeti.

Alle Veranstaltungen finden auf dem Holzfestplatz in 19258 Greven bei Boizenburg statt. Der Platz ist idyllisch auf einer Lichtung im Wald gelegen, wo auch ein großen Festzelt für mehrere Hundert Besucher steht. „Wir haben keine Angst vor dem Wetter“, lacht Elgeti. „Wir haben die Zusicherung, dass wir das Zelt beheizen können, falls es zu kalt wird.“

Unbedingt erwähnen möchte er noch, dass bei den Vorbereitungen für die Veranstaltungen viele Dorfbewohner und fast alle Vereinsmitglieder mit anpacken und beispielsweise das Zelt liebevoll mit Blumen schmücken. Die Freiwillige Feuerwehr Greven unterstütz die Feste mit dem Angebot von Speisen und Getränken.

Er werde oft gefragt, wie es sich anfühle, jetzt Rentner zu sein, erzählt der ehemalige Kreisbauernchef. Dann würde er antworten: „Wenn ich früher gewusst hätte, wie gut das ist, hätte ich diesen Beruf gleich ergriffen.“

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