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Job-Börse im Alpincenter Wittenburg : Neuer Versuch: Fachkraft trifft auf Arbeitgeber

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Auf direktem Weg sollen am 20. April im Alpincenter Wittenburg Fachkräfte und Firmen in Kontakt kommen. Im Angebot sind allein an dem Tag mehr als 300 Jobs. Die Börse soll das Arbeitskräfteproblem lindern.

svz.de von
erstellt am 05.Apr.2013 | 11:46 Uhr

Wittenburg | Das große Foyer der Skihalle soll am 20. April Schauplatz eines groß angelegten Versuches werden, das immer drängender werdende Fachkräfteproblem in der Region wenigstens ein bisschen zu entschärfen. Von 11 bis 17 Uhr werden sich in Wittenburg namhafte Firmen der Region an diesem Tag mit konkreten Job- und Ausbildungsangeboten allen Interessierten der Region präsentieren. Das passiert in organisatorischer Betreuung durch den Arbeitgeberservice der Bundesagentur für Arbeit. Mit dabei sind nicht nur die Schwergewichte auf dem regionalen Arbeitsmarkt wie das Fleischwerk von Edeka oder Dr. Oetker Tiefkühlprodukte und die Tchibo GmbH. Um Fachkräfte werben auch kleinere Unternehmen wie die Elektro- und Solaranlagen GmbH Christian Jessel aus Hagenow oder die Firma Rattunde & Co. aus Ludwigslust.

"Wir haben sehr darauf geachtet, dass Firmen mitmachen, die wirklich konkrete Job- und Ausbildungsangebote haben, jetzt, sofort. Insofern können wir für diese Premiere mit mehr als 300 Jobangeboten glänzen, die auf eine schnelle Besetzung harren", erklärte Veronica Sohra, die Teamleiterin des Arbeitgeberservice im Landkreis nicht ohne Stolz.

Angesprochen sollen sich alle fühlen, die suchen, sich verändern wollen oder denen Arbeitslosigkeit droht oder die vom Pendeln die Nase voll haben.

Hintergrund für diese neue Aktion auf dem regionalen Arbeitsmarkt sind die ständig sinkenden Bewerberzahlen, die den Firmen zu schaffen machen. Ende März hatte der Landkreis eine Arbeitslosenquote von 9,1 Prozent, im Hagenower Bereich waren es gar nur 7,6 Prozent. In Lübz hingegen sind es 13,5 Prozent, in Sternberg noch mehr. Sohra: "Wir haben ständig sinkende Bewerberzahlen. Die Arbeitgeber laufen uns zunehmend die Türen ein. In der Vergangenheit konnten wir noch ganz gut helfen. Jetzt wird es immer schwieriger. Also muss man zusammen neue Möglichkeiten schaffen, wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer zueinander finden können. Wittenburg ist so ein Versuch."

Unausgesprochen hat zumindest unter einigen Firmen schon so eine Art Wettbewerb eingesetzt, wer Bewerbern mehr bieten kann. Die Zeiten, wo man in Westmecklenburg billige Arbeitskräfte schnell rekrutieren konnte, seien vorbei. Viele Unternehmen hätten das bereits verstanden, andere machten gerade den mühsamen Lernprozess durch. Fakt sei, dass die Menschen in der Region auch in ungekündigten Stellen hochmobil seien, die Wechselwilligkeit nehme zu, wenn die Bedingungen stimmten.

Dazu kommt, dass viele Bewerber mit den klassischen Kontaktwegen so ihre Schwierigkeiten haben. Auch hier soll die Börse helfen, Schranken zu überwinden. "Für viele, die sich nicht so gut präsentieren können, endet die Bewerbung doch oft schon beim Pförtner. Das wird in Wittenburg anders sein. Hier kann der Kontakt schnell und unkompliziert hergestellt werden."

Seit Oktober laufen die Vorbereitungen für die Börse, seit Februar stehen die teilnehmenden Firmen fest. Das Problem für die Organisatoren bestand darin, Firmen zu finden, die aktuell Personalbedarf haben. Viele andere Unternehmen wären auch schon gern dabei gewesen, haben derzeit aber keine freien Stellen.

Damit möglichst viele Menschen am 20. April kommen, wurde mit dem Alpincenter ein Gastgeber mit zentralem Standort gefunden. Das Ganze soll von 11 bis 17 Uhr als Familientag einschließlich Kinderbetreuung in der Spieloase gestaltet werden. Musikalisch wird die Familie Jonitz aus Kirch Jesar zum Einsatz kommen, das Tanzstudio Hagenow hat um 14 Uhr einen Auftritt und um 16 Uhr sind die "Western Angels" an der Reihe.

Gestaltet wird der Tag von einem Moderator, der auch die einzelnen Firmen mit ihren Angeboten vorstellen wird. Denn wer z. B. mit Tchibo nur das Thema Kaffee in Verbindung bringt, wird überrascht sein.


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