Hagenow : Neuer Stadtchef setzt auf Offenheit

23-76856403.JPG
1 von 2

Erster Neujahrsempfang mit Bürgern: Thomas Möller will sie stärker einbeziehen

von
16. Januar 2016, 08:59 Uhr

Das Konzept geht auf: Mehr als 50 Bürger nutzen am Donnerstagabend die Gelegenheit und kommen zum Neujahrsempfang der Stadt und des Panzergrenadierbataillons 401 Hagenow. Die Idee zu diesem offenen Empfang ist vor genau einem Jahr entstanden, als Thomas Möller mit dem Auto am Rathaus vorbeifährt: „Da kam mir der Gedanke, sollte ich die Wahl zum neuen Bürgermeister gewinnen, würde ich den Neujahrsempfang gerne für die Bürger öffnen“, sagt er am Abend vor mehr als 300 Gästen in der Otto-Ibs-Halle.

Reingard Barner muss nicht lange überlegen. Sie meldet sich sofort an und kommt voller Neugierde zum Empfang. „Wir sind ja Hagenower und wollen wissen, was hier so passiert“, sagt sie. Außerdem sei das eine gute Gelegenheit, um Leute zu treffen und ins Gespräch zu kommen.

Beim Blick in die volle Halle fühlt sich Thomas Möller bestätigt: „Ich freue mich über den großen Zuspruch, denn ich verstehe das als Zeichen der Verbundenheit mit unserer Stadt“. Für ihn sei es wichtig, dass Entscheidungen gemeinsam getroffen werden, dass sich die Menschen einmischen und zusammen mit der Politik Lösungen suchen und finden. In diesem Zusammenhang lobt er auch das ausgeprägte Bürgerengagement, das Politik und Verwaltung einer Stadt brauchen würden.

Der Bürgermeister blickt an diesem Abend vor allem nach vorne. So gebe es in Sachen Barrierefreiheit noch viel zu tun. Aufgabenschwerpunkt werde aber unumstritten die Haushaltskonsolidierung sein. Außerdem sind Förderanträge für einige Projekte gestellt. Für ein neues Sanitärgebäude auf dem Sportplatz in der Parkstraße zum Beispiel, oder für den Ausbau der Eisenbahnerstraße. Die L04 Hagenow Heide soll genauso Thema sein, wie ein möglicher Pendlerparkplatz am Bahnhof Hagenow-Land, die Entwicklung neuer Wohnbauflächen, der Breitbandausbau und ein Marketingkonzept, das Hagenows Bekanntheit als „Kulturelles Kleinod zwischen den Metropolen“ gezielt erhöht. „Vor uns liegen große Aufgaben, die wir alle nur gemeinsam erfüllen können“, so der Bürgermeister abschließend.

Auch die Bundeswehr blickt auf ein spannendes Jahr. In den kommenden Wochen und Monaten werden viele weitere Soldaten in den Auslandseinsatz gehen, sagt Kommandeur Jan-Friedrich Tilmann. Und sollte die Politik entsprechend entscheiden, geht es sogar nach Mali. „Es wird auf keinen Fall langweilig.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen