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Hagenower Kreisblatt

18. November 2017 | 15:18 Uhr

Groß Krams : Neuer Glanz für alte Schule

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Zweiter Bauabschnitt im Gemeindezentrum in Groß Krams abgeschlossen

svz.de von
erstellt am 19.Okt.2014 | 16:16 Uhr

„Es ist so schön geworden. Das sieht einfach nur gut aus.“ So wie Margarete Schult bewerten viele Besucher das neue Gemeindezentrum von Groß Krams , wo am Sonnabend weitere Räumlichkeiten im umgebauten Dachboden festlich eingeweiht wurden.

Knapp 197 000 Euro kostete der zweite Bauabschnitt in der ehemaligen , 116 Jahre alten Schule. Entstanden sind seit Juni oben ein zusätzlicher Raum für den bislang beengten Jugendklub im Untergeschoss, ein Sitzungsraum, ein Aufenthaltsraum für den im Ort ansässigen Tischtennisverein sowie ein Schulungsraum für die Feuerwehr. Die Fassade des Backsteinbaus wurde außerdem aufwändig saniert.

Bürgermeister Rudolf Gotham, der hier noch eingeschult wurde, ist stolz. „Welche Gemeinde hat schon so ein tolles Haus“, sagt er. Der Kampf der Gemeinde, die alte Schule in kommunaler Hand zu behalten, habe sich gelohnt.

Uwe Werner, Vertreter des Amtes Hagenow-Land, findet ebenfalls nur Worte des Lobes für das gelungene Bauprojekt. Von dem sanierten Gemeindezentrum profitierten Vereine und Bürger, betont er. Ein Gebäude wie dieses diene dem Zusammenhalt in der Gemeinde.

Vor vier Jahre hatte man sich daran gemacht, im ersten Bauabschnitt das untere Geschoss umzugestalten. Um mehr Platz zu haben, wurden unter anderem Wände herausgenommen. Jetzt kann der 1976 gegründete Tischtennisverein dort sogar Punktspiele machen. Der große Saal steht außerdem für Gemeindefeste sowie für Vereine und Verbände zur Verfügung. Wer will, kann laut Gotham den Raum auch für private Zwecke mieten


Historisches Gebäude behielt alten Charme


Planer und Bauleiter Günter Platzhoff, der die Umgestaltung der Schule seit mehreren Jahren begleitet, ist zufrieden. Das historische Gebäude habe seinen alten Charme behalten, schätzt er ein. „Wenn man nicht erkennen kann, wo die Fassade saniert wurde, dann ist so ein Projekt gelungen“, fügt er hinzu. Für den Planer stellten die Arbeiten an der Außenfassade auch die größte Herausforderung dar. Knapp 1500 Ziegelsteine mussten dafür ausgetauscht werden. Das Bauprojekt setzten Firmen aus der Region um.

Ohne Förderung wäre Platzhoff zufolge das Bauvorhaben nicht möglich gewesen. „Ich bin glücklich, die Förderung bekommen zu haben“, betont auch Bürgermeister Gotham. Für den Ausbau des oberen Bereichs im Gemeindezentrum steuerte nach Angaben des Amtes Hagenow-Land das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg 132 000 Euro Fördermittel bei. Der Rest kam aus der Gemeindekasse.

Bürgermeister Gotham hat aber schon das nächste Projekt vor Augen. Die Außenfassade des ehemaligen Stallgebäudes auf dem Hof des Gemeindehauses soll saniert werden. Die zum Feuerwehrgerätehaus ausgebaute Scheune ist derzeit nicht gedämmt.

Die Gemeinde hatte die alte Schule Mitte der 1990-er Jahre nach einigen rechtlichen Querelen von einer Erbengemeinschaft zurückgekauft, wie Gotham erzählt. „Wir wollten das Haus in Gemeinschaftshand behalten“, sagt er. Angesichts der Möglichkeiten für die Einwohner und Vereine fühle er sich jetzt bestätigt.

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