Wittenburg : Neue WG: Mehr Platz für Pflegebedürftige

Derzeit wird in den elf Zimmern bereits fleißig tapeziert. ab 15. Juli sollen sie bezugsfertig sein.
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Derzeit wird in den elf Zimmern bereits fleißig tapeziert. ab 15. Juli sollen sie bezugsfertig sein.

Wittenburger Wohnungsbau und Verwaltungsgesellschaft mbH schafft elf neue Zimmer in der Gemeinschaft.

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17. Juni 2016, 07:00 Uhr

Am Rande der Motelstadt entsteht im Rahmen einer Bestandserweiterung derzeit eine neue Wohngemeinschaft für Menschen mit Pflegestufe 2 und 3. Alles in dem rund 575 Quadratmeter großen Gebäude im Pappelweg 2, das zur Restfläche des ehemaligen Amtes für Landwirtschaft gehörte, ist barrierefrei.

„Ein gemeinsamer Wohnalltag in familienähnlicher, privater Atmosphäre ist das Ziel. Das war uns besonders wichtig. Die elf neuen Zimmer mit einer Größe von 16 bis 22 Quadratmetern können von Einzelpersonen aber auch Eheleuten bewohnt werden. Der große Wohn- und Küchenbereich sowie alle Räume und Sanitäreinrichtungen sind für die Nutzung von Personen mit körperlichen Einschränkungen ausgerichtet“, betont Jan Zimmer, seit 1995 Geschäftsführer der Wittenburger Wohnungsbau und Verwaltungsgesellschaft mbH, zu deren Bestand die Liegenschaft zählt. „Weil der Bedarf da war, haben wir uns entschlossen, diesen Bereich umzubauen. Wir sind zuversichtlich, dass die elf Zimmer schon bald vermietet sein werden. Es ist von Vorteil, wenn sich die künftigen Mieter auf einen oder wenige Pflegedienste einigen, die sie dann betreuen“, sagt der 58-Jährige im SVZ-Gespräch über diesen zweiten Streich in puncto Investitionen. Mit der Wohnpflege WG I, die seit zwei Jahren im vorderen Haus existiere, und die schneller ausgelastet gewesen sei als erwartet, habe man allerbeste Erfahrungen gemacht. Offizielle Eröffnung der neuen Einrichtung solle der 15. Juli sein. An diesem Tag lade die Wohnungsbau alle Interessierten von 14 bis 17 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein.

Dann schwärmt Zimmer von dem großen Eingangsbereich, wo man später auch sitzen könne. Und passt auf, dass er keine der Heizschlangen berührt, die künftig den Fußboden kuschlig warm halten werden. So, wie im ganzen Haus. Sogenannte Solar-Tubes, zwei im Flur und zwei im Wohnzimmerbereich, lotsen Sonne und Tageslicht über Spiegel und Linsen durch ein Rohr vom Himmel kostenfrei ins Gebäude. Auf diese Innovation ist der gebürtige Hamburger besonders stolz: „Bei Sonne wirkt das wie ein Scheinwerfer. Unglaublich, was die Technik heute alles schon vermag.“ Insgesamt werde das Projekt sein Unternehmen 330 000 Euro kosten, rechnet Zimmer vor. „Das ist jedoch gut angelegten Geld für die Zukunft“, ist er sich ganz sicher.

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