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Hagenower Kreisblatt

14. Dezember 2017 | 03:44 Uhr

Dodow : Neue Verarbeitung ist in Betrieb

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Apfelernte im Unternehmen Riha-Wesergold angelaufen / Millionen-Investition in hochmoderne Technik / Apfelaufkauf schleppend

von
erstellt am 23.Sep.2014 | 15:51 Uhr

Jeder Lkw liefert 27 Tonnen Äpfel in Dodow an. Am Tag sind es jetzt zu Beginn der Erntezeit insgesamt knapp 500 Tonnen, Tendenz steigend. Die zuvor auf den Plantagen geernteten Früchte werden in den Apfelsilos kurz zwischengelagert, bis sie den direkten Weg in die nagelneue Presse nehmen. Im Dodower Unternehmen der Riha Wesergold Getränke GmbH ist Erntezeit angesagt

„Unsere Zielstellung war es, mit der neuen Investition terminlich so fertig zu werden, dass wir mit der Kampagne 2014 im neuen Werk die Äpfel verarbeiten können“, sagt Frank Jehring, Mitglied der Geschäftsführung und Leiter des Riha-Standortes in Dodow. Das war nach seinen Worten bautechnisch eine Herausforderung, weil mit den Arbeiten für die neue Verarbeitung erst im Herbst des vergangenen Jahres begonnen wurde. Das Unternehmen Riha-Wesergold investierte am Standort in Dodow damit rund 15 Millionen Euro. Zum ersten Mal in der Geschichte des Werkes wird der Saft jetzt nicht mehr mitten im Ort gepresst, sondern auf dem Firmengelände nahe der Autobahn.

In diesem Jahr sollen nach den Worten von Jehring aus der eigenen Ernte rund 25 000 Tonnen Äpfel verarbeitet werden, hinzu kommen bis zu 5000 Tonnen aus dem individuellen Aufkauf und Lieferungen aus Partner-Unternehmen. Insgesamt wolle man in dieser Kampagne in Dodow so zwischen 40 000 bis 50 000 Tonnen Äpfel verarbeiten. Die Apfelernte sei nach seinen Worten in diesem Jahr auf den eigenen Plantagen gut. „Unser individueller Aufkauf hat ebenfalls begonnen, allerdings relativ verhalten. Wir kaufen u.a. in Schwerin, Plate, Rehna, Gadebusch, Lübz, Dömitz, Neuhaus, Meyenburg und Perleberg die Äpfel von individuellen Produzenten auf“, macht Jehring deutlich. Auf den Plantagen indes stehen rund 50 Apfelsorten, die entsprechend des Reifegrades zu Saft verarbeitet werden. Als Faustregel gilt: Je reifer die Äpfel, um so süßer der Saft.

Die Haupternte erfolgt mit zwei Rüttelmaschinen. Dennoch sei es nach Informationen von Frank Jehring erforderlich, mit der Hand zu ernten. Dabei helfen Schulklassen und bis zu 100 Saisonkräfte, die jetzt auf den Plantagen im Einsatz sind.

„Aus den Äpfeln produzieren wir frischen Saft, der nach Auftragslage und Bedarf in den Handel geht. Der Apfelsaft ist zudem ein viel verwendetes Produkt, beispielsweise auch in Schorlen. An die 30 Produkte stellen wir her, in denen Apfelsaft verwendet wird“, sagt Frank Jehring, der darauf aufmerksam macht, dass der Apfelsaft nach wie vor das beliebteste Getränk sei.

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