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Museumsfest Neuhaus : Neue Perspektiven im alten Pforthaus

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Der Verein für Bürgerbegegnung lädt zum Museumsfest. Gleichzeitig wird die Ausstellung des Ehepaars Zeuner eröffnet.

svz.de von
erstellt am 25.Aug.2017 | 12:00 Uhr

„Das ist gar nicht so einfach, die Bilder hier gerade aufzuhängen“, meint Barbara Vollmer. Die Künstlerin aus Haar hilft dem Ehepaar Zeuner bei der Vorbereitung seiner Ausstellung, die heute Abend im Pforthaus eröffnet wird. Dabei haben sie mit dem schiefen, gut 400 Jahre alten Haus zu kämpfen. Keine Wand, keine Decke ist hier gerade – da kommt es auf ein gutes Augenmaß an.

Hängen die Arbeiten der beiden Künstler aber erst einmal richtig, baut sich eine Spannung auf. Vor allem bei den Werken von Friedhelm Zeuner, bei denen er mit Räumen spielt. „Das sind Bilder meiner Frau, die ich in andere Perspektiven gesetzt habe. Das ist alles spielerisch zu sehen“, erzählt er. Als Architekt hatte Zeuner sein Arbeitsleben lang mit Räumen und Perspektiven zu tun, und dass spiegele sich nun in diesen Bildern wider. Auch seine Fertigkeiten beim Zeichnen mit Farbstiften seien da keine Ausnahme, meint Irmgard Zeuner. „Als Architekt muss man das können. Früher wurden die Ansichten noch per Hand gezeichnet.“ Besonders seien die Bilder aber schon. „Der Farbstift hat irgendwann Grenzen. Um so eine Farbintensität wie in diesen Bildern zu bekommen, muss man mit mehreren Schichten arbeiten.“ Das gelänge nur, indem zwischendurch eine besondere Fixierung aufgetragen werde, auf der dann erneut gezeichnet werden könne.

Auch Irmgard Zeuner selbst hat jahrelang bei ihren Aquarellen mit Schichten gearbeitet. „Ich habe mehrere Blätter nebeneinander gelegt und bemalt.“ Danach habe sie diese in kleinere Teile zerschnitten und komprimiert wieder zusammengefügt. „Dadurch entsteht, wie im Wolkenbild eine besondere Dichte.“ Neben ihren Aquarellen stellt sie auch ihre Töpferarbeiten aus. „Da findet sich alles wieder, was ich in den vergangenen Jahren gemacht habe. Einfarbige Töpferarbeiten, oder auch mehrfarbige. In der Zeit wo ich gemalt habe, habe ich auch die Töpfe bemalt.“

Farbstiftzeichnungen, Töpferarbeiten, Aquarelle und Bilder, die rein am Computer entstanden sind – die Ausstellung, die das Ehepaar aus Rassau zusammengestellt hat, ist vielfältig. „Das schöne dabei war, dass man sich mit seinen Arbeiten nochmal auseinandergesetzt hat“, meint Irmgard Zeuner. Nervös oder aufgeregt sei sie wegen der Ausstellung aber nicht. „Es steht alles, unser Part ist erfüllt“, sagt die 78–Jährige lächelnd. Nur um die Musik für die Eröffnung müsse sie sich noch kümmern, aber das sollte schon klappen.

Das hofft für heute Abend auch Jacqueline Benthien. Denn im Pforthaus steht nicht nur die Ausstellungseröffnung an, sondern auch das Museumsfest, organisiert vom Verein für Bürgerbegegnung. „Das Fest gibt es schon seit 2001, immer am letzten Freitag im August“, erzählt Benthien. Ab 19.30 Uhr werde es einen Empfang geben. Dann folgt die Ausstellungseröffnung mit einer Laudatio von Barbara Vollmer. Im Anschluß können die Gäste in den Garten am Pforthaus gehen. Dort ist ein Zelt aufgebaut, das Team vom Bistro und Café Plan b aus Stiepelse kümmert sich um Speisen und Getränke. „Außerdem sorgt Mathias Bozó für die musikalische Umrahmung“, so Benthien. Der Eintritt zum Museumsfest kostet acht Euro, Mitglieder des Vereins für Bürgerbegegnung zahlen 5 Euro, Schüler und Studenten können kostenlos an der Veranstaltung teilnehmen. Die Ausstellung der Zeuners können Interessierte übrigens noch bis zum 1. Oktober besuchen. Geöffnet ist das Pforthaus immer sonntags von 15 bis 17 Uhr, oder nach Vereinbarung.

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