Boizenburg : Neue Pastorin, neuer Kirchenrat

Therese Tröltzsch (vorn Mitte) zusammen mit dem neuen Kirchgemeinderat: Kathrin Loonstra (r. daneben), Helmut Klopp, Britta Stolpmann, Elke Claussen (2. Reihe v. l.); Wilfried Plieth, Jörg Grunewald und Johannes Pahner (hintere Reihe v. l.). Nicht im Bild: Angela Baetcke, Jürgen Träger und Bianka Lasarzik. Fotos: kfri
Therese Tröltzsch (vorn Mitte) zusammen mit dem neuen Kirchgemeinderat: Kathrin Loonstra (r. daneben), Helmut Klopp, Britta Stolpmann, Elke Claussen (2. Reihe v. l.); Wilfried Plieth, Jörg Grunewald und Johannes Pahner (hintere Reihe v. l.). Nicht im Bild: Angela Baetcke, Jürgen Träger und Bianka Lasarzik. Fotos: kfri

Seit dem 1. April hat Therese Tröltzsch das Pastorenamt in der St. Marienkirche inne

svz.de von
18. Mai 2017, 12:01 Uhr

Freundlichkeit, Tatkraft, Bodenständigkeit und Optimismus strahlt die Neue aus. Am 1. April diesen Jahres hat Therese Tröltzsch das Pastorenamt von Hartwig Kiesow in der evangelischen Kirche St. Marien in Boizenburg übernommen. Seit März gibt es nun auch wieder einen Kirchgemeinderat. Zuvor konnte nicht gewählt werden, weil sich nicht genügend Kandidaten zur Wahl gestellt hatten. Jetzt sind sechs der zehn Ratsmitglieder neu dabei.

„Seid getrost und unverzagt“, ist das erste, was Therese Tröltzsch einfällt, wenn sie nach einem Blick in die Zukunft der Gemeinde mit 1  400 Mitgliedern gefragt wird. „Das ist hier eine schöne Gemeinde mit guten Möglichkeiten. Wir müssen unser Licht nicht unter den Scheffel stellen.“ Sie hält es für ein gutes Zusammentreffen, dass sie neu in der Gemeinde ist und auch ein Großteil der Mitglieder neu im Kirchenrat.

Besonders beeindruckt ist die 45-Jährige vom ehrenamtlichen Engagement der Gemeindemitglieder. „Hier gibt es sogar einen Besuchsdienstkreis“, freut sie sich. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig, um miteinander abzusprechen, wer den Gemeindemitgliedern ab dem 70. Geburtstag persönlich gratuliert. Sie selbst übernehme das erst ab dem 90. Geburtstag.

„Die Leute kommen offen und freundlich auf mich zu“, kann Therese Tröltzsch nach den ersten Wochen im Amt sagen. Auch für ihre Sonntagspredigten hat sie bisher ein sehr gutes Feedback erhalten. „Die Menschen brauchen hier jemanden, der einen nüchternen Blick für das Wesentliche hat, regelmäßig da ist, freundlich mit ihnen umgeht und optimistisch ist“, glaubt die Theologin.

Geboren und aufgewachsen ist Therese Tröltzsch in Greifswald, wo sie erst zweieinhalb Jahre Chemie studierte, bevor sie sich für das Thelogie-Studium entschied. „Ich wollte eigentlich erst im Umweltbereich arbeiten“, erklärt sie den nicht alltäglichen Fächerwechsel. „Aber ich war auch sehr aktiv in der Studentengemeinde und irgendwann war der Wunsch da, Pastorin zu werden.“

Neben ihrem Studium absolvierte sie noch eine Weiterbildung zur Telefonseelsorgerin. Nach einem Vikariat in der Schweiz und einem Zwischenspiel in der Leipziger Bahnhofsmission leitete Theres Tröltzsch dann zehn Jahre lang die Telefonseelsorge in Neubrandenburg - die übrigens deutschlandweit vor allem durch ehrenamtliche Helfer geleistet wird. „Aber jetzt war Zeit für etwas Neues“, findet die Kirchenfrau. „Für mich ist das hier ein Traumjob.“

Nicht nur, dass sie nun zum ersten Mal seit ihrem Studium tatsächlich als Pastorin für eine große Gemeinde arbeiten kann. Ein Glücksfall ist auch, dass sich diese Gemeinde in der Nachbarschaft zu ihrer Lebenspartnerin und Kollegin in Zahrensdorf befindet.

„Ich möchte gern einen guten Kontakt zur Stadt haben“, wünscht sich die Pastorin für die Zukunft. „Ich möchte ein Miteinander, zum Beispiel, dass sich Veranstaltungen nicht überschneiden, sondern ergänzen.“

Auch Überlegungen, den Gemeindeverband mit den Nachbargemeinden wiederzubeleben, hält sie für sinnvoll. „Aber erst einmal möchte ich hier richtig ankommen.“

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