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Hagenower Kreisblatt

19. November 2017 | 04:27 Uhr

Neuhaus : Neue Hoffnung für die Brücke?

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Verein lädt zur Mitgliederversammlung. Klare Aussage von CDU-Spitzenkandidat Althusmann erwartet

Mit großen Hoffnungen geht der Förderverein Brücken bauen e.V. in seine jährliche Mitgliederversammlung.

Das Treffen wird am 6. April, 18 Uhr, im Hotel Hannover in Neuhaus stattfinden. Dort soll dann auch Bernd Althusmann, der Landesvorsitzende der CDU in Niedersachsen und Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2018, einen Vortrag halten. „Wir sind gespannt wie er sich zur Elbbrücke positionieren wird“, sagte Jörg Sohst, Vorsitzender des Fördervereins im SVZ-Gespräch. „Herr Althusmann ist Lüneburger, daher erhoffen wir uns besondere Berücksichtigung unserer Region und eine klare Aussage zum Brückenprojekt.“

Das liegt eigentlich seit Juli 2015 auf Eis. Der damalige Kreistag hatte wegen einer hohen Kostenschätzung und eines zu erwartenden hohen eigenen Finanzierungsanteils beschlossen, die Pläne nicht weiter zu verfolgen. „Daran hat sich noch nicht viel geändert“, so Sohst, „wir haben aber nach der Kommunalwahl im September 2016 neue politische Verhältnisse im Kreis.“ Das habe dazu geführt, das Thema nicht ganz aus den Augen zu lassen.

Der Kreistag hatte im Dezember 2016 beschlossen die Arbeitsgruppe „Ergebnisoffene Prüfung von Elbbrücken-Varianten“ zu bilden. Unter dem Vorsitz von Berni Wiemann (FDP) soll diese offene Fragen, vor allem zur Finanzierung, klären. Mit ersten Ergebnissen werde Ende des Jahres gerechnet, meint Sohst. „Wir sind zuversichtlich, dass es brauchbare sind und der Kreistag das Thema wieder in den Sitzungen aufnimmt.“ Der Förderverein Brücken bauen e.V. werde bis dahin weiter für sein Anliegen trommeln. „Wir müssen viele Dinge versuchen, um die Brücke zu realisieren.“

Sollten die Brückenpläne dann tatsächlich wieder aus der Versenkung geholt werden, hofft Sohst auch auf Unterstützung aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim. Der müsse schließlich auch Interesse an einer neuen Elbquerung haben, als Entwicklungsmaßnahme. Außerdem könnten dann Mittel aus dem Solidarpakt II mit Hilfe aus Mecklenburg-Vorpommern für den Bau eingesetzt werden. Die Menschen im Kreis Lüneburg und in Ludwigslust-Parchim seien auf jeden Fall für eine neue Brücke, ist sich Sohst sicher. Das zeige eine Umfrage aus dem Jahr 2013. Und auch die Unterstützung für den Förderverein sei groß. Darum werde dieser seine Arbeit auch nicht aufgeben.

„Eine neue Elbquerung ist aber nicht nur für die Region wichtig“, so Sohst weiter. „Sie hat auch eine wichtige Symbolfunktion, gerade im Amt Neuhaus. Es wäre der Schlussstein der Wiederverinigung Deutschlands.“

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