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Fusion im Großkreis Ludwigslust-Parchim : Neue Busflotte nun unter "VLP" vereint

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"VLP" ist das Kürzel, unter dem die neu vereinte Busflotte des Landkreises nunmehr unterwegs ist. Ein Zeichen dafür, dass der vom Kreis gewollte Zusammenschluss jetzt vollzogen ist. Für die Fahrgäste ändert sich nichts.

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erstellt am 01.Nov.2013 | 05:59 Uhr

Hagenow | "VLP" ist das Kürzel, unter dem die neu vereinte Busflotte des Landkreises nunmehr unterwegs ist. Ein Zeichen dafür, dass der vom Kreis gewollte Zusammenschluss jetzt vollzogen ist. Für die Fahrgäste ändert sich im Vergleich zum bisherigen Fahrplansystem nichts. Linien und Abfahrzeiten bleiben trotz der Vereinigung wie sie waren.

Optisch gibt es einige dezente Veränderungen, denn schon jetzt sind viele neue Aufkleber mit der Bezeichnung "Verkehrsgesellschaft Ludwigslust-Parchim mbH" angebracht worden. Aus Sparsamkeitsgründen. Denn trotz der nun auch rechtlich verzogenen Vereinigung werden die Busse auch weiterhin in den Farben und Lackierungen ihrer früheren Unternehmen unterwegs sein. Erst nach und nach, mit der sowieso jährlich stattfindenden Einführung neuer Fahrzeuge, wird auch bei den Bussen eine neue Farbenlehre Einzug halten. Bisher gibt es nur einen KOM in den Farben: Gelb und Grün sind die dominierenden Farben, ein wenig Blau ist im Logo auch dabei. Dieses neue Logo soll in diesen Tagen an allen 2311 Haltestellen im Landkreis angebracht worden sein. Nimmt man das gegenwärtige Durchschnittsalter der eingesetzten Busse von aktuell zehn Jahren und die üblichen Erneuerungsraten, wird es sehr viele Jahre dauern, bis alle in der gleichen Lackierung unterwegs sind. Man wolle auf keinen Fall zu viel Geld ausgeben, betonen die drei gleichberechtigt handelnden Geschäftsführer der Gesellschaft. Die vereint nun kreisweit 202 Busse und gut 250 Beschäftigte, neun davon sind Auszubildende. Technische Zentrale

Die Gründung der neuen Gesellschaft, die ein dreiviertel Jahr vorbereitet und nun vollzogen wurde, ging nicht geräuschlos über die Bühne, sie soll auch möglichst preiswert gestaltet werden. Dennoch muss nun jede Menge geändert werden, von den Briefköpfen auf den Dokumenten über die Beschilderung der Betriebsstätten bis hin zur Berufskleidung der Busfahrer. Doch nichts soll auf einmal, alles wird nach und nach passieren.

Das gilt auch für die Mitbestimmung der Kollegen, formal bleiben drei Betriebsräte, erst mit den Neuwahlen im Jahre 2015 wird ein Gesamtbetriebsrat angestrebt.

Einen gemeinsamen Fahrplan gibt es schon jetzt, er wird jedoch wegen der eigentlich getrennten Bereiche der Altkreise in zwei Büchern angeboten. Das wird auch in Zukunft so bleiben. Schließlich gäbe es wohl nur sehr wenige Hagenower, die die Busverbindungen rund um Plau am See wissen wollten.

Trotz der monatelangen Vorbereitungen ist der Landkreis mit der Fusion seiner Busflotten damit vergleichsweise schnell. Andere Großkreise im Bereich Vorpommern sind z. B. noch nicht so weit.

Der Teufel steckt im Detail und den vielen Verträgen, denn es geht um einige an Betriebsvermögen, was da zusammengeführt werden muss. Die Notarkosten und die fälligen Steuern machen dann auch den Löwenanteil der Kosten für diese Fusion aus. Eine Summe im sechsstelligen Bereich wird dabei erwartet. Die eigentlich angestrebte Kostensparung wird in diesem Jahr nicht erreicht. Doch schon 2014 soll es bei den sich überlappenden Linien Einsparungen geben. Auch bei der Beschaffung von Betriebsstoffen oder Ersatzteilen will die neue Gesellschaft VLP ihre gestiegene Marktmacht ausspielen. Das gilt auch für den Kauf neuer Fahrzeuge. Zeitgleich werden auch die Verwaltungen verschlankt, Kündigungen soll es jedoch nicht geben. Die notwendigen Anpassungen würden durch den normalen Abschied von Kollegen aus dem Berufsleben erreicht.

Das gilt auch für die Führung: Christian Rader, früher Chef der LVG und jetziger Mit-Geschäftsführer, will Ende kommenden Jahres in den Ruhestand gehen. Danach werden die beiden anderen Geschäftsführer Andreas Plestinsky und Andreas Helm die Geschäfte des Unternehmens von Hagenow aus weiterführen.

Und wie es sich für ein Kreisunternehmen gehört, wird die VLP-Gesellschaft auch schön die neuen Nummernschilder fahren. LUP-VG ist mit den Zahlen 100 bis 300 bereits bei der Zulassungsstelle reserviert worden.

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