Hagenow : Neue Ausstellung nimmt Form an

Der erste Blick: Zuvor hatte Henry Gawlick die neuen Schautafeln nur auf kleineren Ausdrucken oder am Computer gesehen.
Der erste Blick: Zuvor hatte Henry Gawlick die neuen Schautafeln nur auf kleineren Ausdrucken oder am Computer gesehen.

Erster Bauabschnitt im „Museum für Alltagskultur der Griesen Gegend“ abgeschlossen Im Januar wird es wieder geöffnet

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03. Dezember 2018, 23:00 Uhr

Die Augen leuchten. Sie versuchen jedes Detail einzufangen. Und was künftig wahrscheinlich eher ungern gesehen wird, kann sich Henry Gawlick in diesem Moment nicht verkneifen: Mit einer Hand streicht der Direktor des „Museum für Alltagskultur der Griesen Gegend“ über den Stoff der neuen Schautafeln. Nun hängt also die Arbeit der vergangenen Jahre an der Wand. Gerade noch rechtzeitig und bald für jeden sichtbar.

„Es war sehr kurzfristig mit dem Antrag auf Fördermittel und bis es losgehen musste“, meint Henry Gawlick. Dabei habe es die ersten konkreten Planungen zu einer neuen Dauerausstellung in der Langen Straße 79 schon ab 2015 gegeben. „Dass für den ersten Bauabschnitt so viel Grundlagenarbeit und -forschung nötig war, war aber nicht abzusehen“, ergänzt Thomas Kühn, wissenschaftlicher Mitarbeiter. Das Vorhaben sei immer weiter gewachsen.

„In der neuen Dauerausstellung soll sich das widerspiegeln, was im Namen des Museums steht. Wir wollen die Alltagskultur in der Griese Gegend darstellen“, erklärt Henry Gawlick. Und auch wenn Hagenow nicht direkt in der Gegend liege, sei es doch ein „Einfallstor“. Gäste könnten sich im Museum grundlegend informieren und dann in die Region ausschwärmen, so stellt es sich der Museumsdirektor vor.

In drei Bauabschnitten soll die neue Dauerausstellung entstehen. „Wir haben jetzt den ersten fertig. Wichtig ist, dass erstmal die Tafeln an der Wand hängen und die technischen Sachen funktionieren“, so Gawlick. Drei Räume wurden in diesem Schritt in dem 2013 sanierten Gebäude umgestaltet. „Im ersten Raum zeigen wir die Landschaft und das, was der Mensch über Jahre in ihr geschaffen hat. Im zweiten die Ur- und Frühgeschichte in der Gegend. Und im dritten die Geschichte seit der slawischen Zuwanderung bis zum 18. Jahrhundert.“

Mit Schautafeln, Bildern, Animationen und Hörstationen soll den Besuchern ein Einblick in die übersetzt Graue Gegend gegeben werden. Finanziert wurde das Vorhaben durch Spenden, Fördermittel und Geld von der Stadt. Zur Höhe der Kosten behält Henry Gawlick allerdings Stillschweigen. Außerdem seien bisher nur zwei Bauabschnitte ausfinanziert. „Vor dem dritten, wenn er kommt, wird es vermutlich eine kleine Pause geben.“

Im Januar soll das Museum wieder für Besucher zugänglich sein und die Ausstellung offiziell eröffnet werden. „Ihre Halbwertzeit liegt bei zehn bis 20 Jahren“, meint Gawlick. Deshalb wurde wohl auch so akribisch daran gearbeitet. Nach der Eröffnung geht es dann gleich weiter mit dem zweiten Bauabschnitt, der später die Handwerksgeschichte zeigen soll. Ideen hat das Museumsteam also offenbar genügend und „Potenziale, wo wir noch hinwirbeln können, sind noch vorhanden.“

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