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Hagenower Kreisblatt

18. November 2017 | 03:57 Uhr

Boizenburg : Neue Arbeitsplätze für Boizenburg

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Boizenburger Gummitechnik GmbH investiert weitere 2,8 Millionen Euro in die Stadt an der Elbe.

svz.de von
erstellt am 21.Jul.2017 | 05:00 Uhr

2014 fing die Boizenburger Gummitechnik GmbH & Co.KG mit vier Mitarbeitern am Standort in der Gülzer Straße an. „Heute arbeiten bei uns 28 Mitarbeiter“, kann Geschäftsführer Heiko Höft drei Jahre später sagen. Und nun sollen es noch mehr werden. „Aktuell suchen wir fünf neue Mitarbeiter.“ Kerngeschäft des Tochterunternehmens der Cordes-Gruppe, die in Senden (Nordrhein-Westfalen) sitzt, sind Dichtungen für Betonrohre. Doch am Standort Boizenburg wurde 2016 neu die Produktion von Dichtungen für den Tunnelbau aufgebaut, die sogenannten Tübbingdichtungen. „Durch Investition in Vertrieb und Entwicklung gab es diese neuen Aufträge“, erklärt Heiko Höft im Gespräch mit der SVZ. „Dadurch konnten wir im letzten Jahr unerwartet in alle Welt liefern.“ So produziert die Boizenburger Firma Dichtungen für die Erweiterung der Metro in Moskau und für zwei dreieinhalb Kilometer lange Röhren des Alpenvorlandtunnels, der zum Projekt Stuttgart 21 gehört.

Durch die gute Auftragslage ist die Anschaffung zusätzlicher Maschinen notwendig. Vier weitere sogenannte Injektionspressen zur Rahmenfertigung von Tunneldichtungen sollen zu den acht schon vorhandenen hinzu kommen, und eine dritte UHF-Vulkanisationsanlage. „UHF steht für Ultrahochfrequenz. Die Maschine funktioniert im Prinzip wie eine Mikrowelle. Durch die entstehende Hitze werden Gummiprofile vulkanisiert“, erklärt der Geschäftsführer, der im Kreis Lüneburg wohnt. Da die Anlage von einem Ende der Haupthalle zum anderen reicht, ist für die Anschaffung Platz notwendig. „Den haben wir in der Haupthalle gewonnen, indem wir im Dezember eine neue Lagerhalle errichtet haben“, so Höft.

Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) mit rund 477  000 Euro. Insgesamt belaufen sich die neuen Investitionen des Unternehmens auf mehr als 2,8 Millionen Euro. „Damit haben wir dann rund zehn Millionen Euro in den Standort Boizenburg seit Baubeginn 2013 investiert“, erläutert Heiko Höft.

„Durch die Aufnahme eines neuen Geschäftsfeldes - die Fertigung von Tübbingdichtungen - ist es dem Unternehmen gelungen, ein weiteres Standbein in der Produktion aufzubauen. Das spricht für das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern“, lobte Wirtschaftsminister Harry Glawe im Zusammenhang mit der Übergabe des Fördermittelbescheids.

Wie bei allen anderen Firmen gestaltet sich die Suche nach neuen Arbeitskräften auch für BGT schwierig. „Wir suchen Anlernkräfte, die werktags im Dreischichtsystem arbeiten“, informiert Höft. Über Zeitarbeitsfirmen seien allerdings qualifizierte und verlässliche Mitarbeiter nicht mehr zu finden. Daher wurden die Stellen ausgeschrieben und Annoncen geschaltet. „Aber das geht eben nicht von heute auf morgen“, meint Heiko Höft. „Ich glaube aber, dass wir ein ganz attraktives Arbeitsumfeld haben, weil wir unseren Mitarbeitern langfristig eine gute Perspektive bieten.“

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