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Hagenower Kreisblatt

18. November 2017 | 15:15 Uhr

Lübtheen : Netto geht Standortwechsel an

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Stadtvertreter thematisieren Anfang Juni Einkaufssituation in der Stadt / Konsum verhandelt über Präsenz in Innenstadt

svz.de von
erstellt am 08.Mai.2015 | 14:15 Uhr

Lübtheens Stadtvertreter wollen sich Anfang Juni mit der Einkaufssituation in der Kommune befassen. Anlass ist der bereits öffentlich diskutierte Neubau einer Filiale der Netto Marken-Discount AG & Co. KG. Der Tagesordnungspunkt der Sitzung lautet „Auslegung des Entwurfs des Vorhaben- und Erschließungsplanes Nr. 14 für das Sondergebiet Einkaufszentrum Rudolf-Breitscheid-Straße”.

Der Neubau soll nach Angaben der Stadt auf der Freifläche neben dem einstigen Aldi-Gebäude entstehen.

Zum Hintergrund: Im Februar 2014 zog Aldi aus dem Gebäude nahe der Schule aus. Seither war unsicher, ob in diese Immobilie wieder ein Supermarkt einziehen wird. Weil die Stadt die drei Einkaufsstandorte – in Lübtheen gibt es noch das Einkaufszentrum am Grünen Weg sowie den Netto in der Innenstadt und eine Einkaufsfläche nahe der Schule – behalten wollte, billigten die Stadtvertreter im Mai vergangenen Jahres die „Aufstellung eines Vorhaben bezogenen Bebauungsplanes“ und legten damit die Grundlage für die Ansiedlung eines weiteren Lebensmittelmarktes.

Eine Sprecherin des in Maxhütte-Haidhof ansässigen Unternehmens Netto Marken-Discount bestätigte auf SVZ-Anfrage, dass die bereits bestehende Filiale in Lübtheen durch einen attraktiven, zeitgemäßen Neubau ersetzt werden soll, der mit einer ausreichenden Anzahl von Pkw-Stellplätzen ausgestattet ist. Baubeginn solle noch in diesem Jahr sein, die Fertigstellung des neuen Marktes sei für voraussichtlich Mitte 2016 anvisiert.

Die Entscheidung für einen Neubau an anderer Stelle wurde damit begründet, dass die Bemühungen Nettos, am bisherigen Standort einen neuen Markt zu errichten, aufgrund der unterschiedlichen Interessenslagen zwischen dem Vermieter und dem Unternehmen nicht erfolgreich gewesen seien. Netto sei lediglich Mieter, nicht Eigentümer, so auch in Lübtheen, hieß es. Zum Investor für die neue Filiale wollte die Sprecherin keine Angaben machen.

Warum Netto nicht in die Verkaufsräume des alten Aldi-Marktes einzieht, erklärt Bürgermeisterin Ute Lindenau: „Der Aldi-Markt hat nicht die notwendige Größe für Netto und ist vom Kaufpreis zu teuer. Was die Eigentümer des ehemaligen Aldi-Marktes vorhaben, wissen wir nicht.“ Sie hofft, dass mit dem Netto-Neubau die Chancen zur Belebung der alten Immobilie in der Breitscheid-Straße wieder steigen.

Bei dieser Konstellation bliebe es allerdings bei zwei statt der von der Stadtverwaltung gewünschten drei Einkaufsstandorte. Die Lücke schließt möglicherweise die Konsumgenossenschaft Hagenow, die bereits 20 Einzelhandelsfilialen und einen Getränkefachgroßhandel im den Landkreis Ludwigslust-Parchim und im Amt Neuhaus betreibt.

Nach Lindenaus Kenntnis soll die jetzige Netto-Filiale nach dem Plan des Eigentümers der Immobilie für Konsum vergrößert werden.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Sonnabend.

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