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Hagenower Kreisblatt

23. November 2017 | 18:04 Uhr

Hagenow : Nebelmaschine sorgt für Durchblick

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Klimaschutzprojekt am Hagenower Robert-Stock-Gymnasium: Schüler messen Luftwerte und ermitteln, wie optimal gelüftet werden muss

von
erstellt am 27.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Innerhalb weniger Minuten konnten gestern die Schüler der 7. und 8. Klassen des Klimaschutzprojektes   die Hand nicht mehr vor Augen sehen. Am Hagenower Robert-Stock-Gymnasium gab es eine weitere Doppelstunde in Sachen Klimaschutz, das den Schülern  Spaß mache, wie Lea Sommer aus der 8. Klasse im SVZ-Gespräch kurz vor dem Lüftungs-Unterricht sagte.

Dabei spielte eine Nebelmaschine die wichtigste Rolle, sie sorgte schließlich für Durchblick bei den Schülern, welche Lüftungsvariante in jedem Fall zu bevorzugen sei.

Als Berater und Koordinator vom Landkreis Ludwigslust-Parchim war Hannes Völsch vor Ort. Der Klimamanager betreut das kreisweite „Klimaschutzprojekt in den Schulen des Landkreises Ludwigslust-Parchim“, an dem sich insgesamt 17 Bildunsgeinrichtungen beteiligen, für die der Landkreis der Schulträger ist. 

„Im Hagenower Gymnasium betreut Frau Noak, die Schulleiterin, das Ernergieteam hier vor Ort, mit dem wir heute die Untersuchungen zur richtigen Raumlüftung führen“, sagt er gestern im SVZ-Gespräch.

Anliegen des kreisweiten Projektes ist es nach seinen Worten, die Schüler für spezielle Fragen des Klimaschutzes zu sensibilisieren. Der besondere Anreiz für die Schulen liegt darin, dass sie von den Kosten, die sie einsparen, die Hälfte zur Verfügung gestellt bekommen. Bisher habe man sich im Gymnasium u.a. mit der Beleuchtung, dem Papierverbrauch, der optimalen Heizungssteuerung und der Wärmedämmung befasst.

„Die Optimierung der Heizungsanlage und hier besonders die Absenkung in den Ferien und weitere Maßnahmen zur Senkung der Kosten für Strom, Wasser, Müll und Gas haben maßgeblich zu einer Kostenersparnis  von rund 4000 Euro beigetragen, von denen die Schule die Hälfte bekommt“, macht Hannes Völsch weiter deutlich.

Beim Nebelmaschinenversuch gestern wurde der Klassenraum vernebelt, um die Luft zu visualisieren. Ein Luftgüte-Messgerät ermittelt dann die Werte bei den drei Lüftungs-Varianten, beim Kipplüften, Stoß-Lüften und Durchstoß-Lüften. „Die Schüler sollen so erleben, welches Lüften die optimalste Variante ist. Das beste Ergebnis bringt das Durchstoß-Lüfte, also der kurzzeitige großräumige Luftaustausch. Die angekippten Fenster, die ich an vielen Schulen bei aufgedrehter Heizung sehe, bringen überhaupt nichts. Im Gegenteil, dabei wird sehr viel Heizungsenergie sinnlos verbraucht“, erläutert der Klimamanager weiter.

Ute Tiede vertrat gestern im Unterricht die Kursleiterin Annett Noak, die in den Prüfungen mit den Schülern steckte.

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