Bresegard : „Natur ist mir besonders wichtig“

Dr. Marianne Röckseisen: „Ich bin 2014 vor allem dafür angetreten, die Lebensqualität im Ort zu erhalten. Thorsten Meier
Dr. Marianne Röckseisen: „Ich bin 2014 vor allem dafür angetreten, die Lebensqualität im Ort zu erhalten. Thorsten Meier

Bürgermeisterin Dr. Marianne Röckseisen will Lebensqualität im Ort erhalten. Neues Feuerwehrauto soll angeschafft werden

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26. Januar 2018, 08:00 Uhr

„Ich bin 2014 vor allem dafür angetreten, die Lebensqualität im Ort zu erhalten“, schickt Dr. Marianne Röckseisen gleich als Statement zu ihrem Amt im SVZ-Gespräch vorneweg. Die 50-Jährige macht auch aus ihrer tiefen Verbundenheit zur Natur kein Hehl. „Auch bei der Arbeit für die Gemeinde versuche ich, wo es geht, etwas für Flora und Fauna zu tun. So sind z.B. die Naturelemente auf unseren Generationenplatz gekommen“, betont die gebürtige Kielerin, die seit 2009 in der 288-Seelen-Gemeinde zu Hause ist. Ihren Lebensmittelpunkt gefunden habe, wie sie lächelnd gesteht. „Ich bin selber auf dem Dorf groß geworden, immer umgeben von allerlei Tieren“, erzählt sie. Als sie erstmals miterlebt habe, wie Kraniche, Schwäne und Gänse zu Tausenden auf Rastflächen um den Ort eingefallen seien, habe sie beschlossen, sich in der Gemeindevertretung zu engagieren. „Ich wollte mehr Wissen und Einfluss bekommen, zumal diese Felder immer wieder als Windkraftgebiete diskutiert werden. Und weil damals keiner für das Bürgermeisteramt kandidierte, habe ich mich gemeldet. Aus dem Stand heraus konnte ich das zweitbeste Ergebnis bei den Stimmen für die Gemeindevertretung verbuchen. Ich bin schließlich einstimmig ins Amt gewählt worden“, erinnert sich die Medizinerin, die im Stift Bethlehem tätig ist. Und: Sie habe den Entschluss, sich einzumischen und Dorfleben aktiv mitzugestalten, nie bereut. Für dieses Jahr sei dank Rücklagen ein ausgeglichener Haushalt verabschiedet worden, berichtet die Ehrenamtliche weiter im Gespräch mit der Redaktion. „Für 2018 planen wir die Anschaffung eines neuen Feuerwehrautos. Vorausgesetzt, die Fördermittel von Kreis und Land kommen. Das jetzige ist über 20 Jahre alt und nicht wasserführend. Ich war mit unserem Wehrführer Andreas Dziedo kürzlich beim Bürgerforum mit Lorenz Caffier in Hagenow. Noch im Januar soll, so der Innenminister, entschieden werden, ob wir für das Vorhaben mit Geld aus der öffentlichen Hand rechnen können.“ Ihren ersten Mann bei den Brandbekämpfern nennt die Dorfobere „einen großen Glücksfall.“ Wegen dessen vielfältiger Ausbildung und der enormen Fachkompetenz. Desweiteren habe sich die Gemeinde drei unbefestigte Straßen auf die Agenda für 2018 geschrieben. Am Mühlenbach, Mühlenweg und Dorfstraße sollen die Seitenstreifen nachprofiliert werden, wegen der Entwässerung. Auch die Oberflächen sollen instandgesetzt werden. „Sie komplett zu sanieren, können wir uns nicht leisten.“

Mit Blick auf den örtlichen Jugendclub, der von Marieka Zander „sehr, sehr engagiert“ geführt werde, kündigt Marianne Röckseisen an, die Angebote zu erweitern sowie zu ergänzen. „Alle Veranstaltungen für die Kinder und Jugendlichen werden komplett von der Gemeinde finanziert. Wir bekommen jedes Jahr dankenswerter Weise 1500 Euro Zuschuss vom Kreis. Kürzlich konnten wir so mit 13 Heranwachsenden eine Kinotour nach Ludwigslust unternehmen.“

In der Gemeindevertretersitzung am vergangenen Montag seien außer dem Haushalt 2018 auch verschiedene Ehrungen vorgenommen worden, so die Ehrenamtliche weiter. „Für ihren Einsatz bei der Bundestagswahl im September 2017 wurden durch eine Urkunde geehrt: Marcel Jenckel, Sarina Haacks, Marieka Zander, Susann Schult. Als langjährige Wahlhelfer bei mindestens fünf bundes- beziehungsweise europaweiten Wahlen konnten wir mit der Ehrennadel des Bundesinnenministeriums Anke Burmeister und Monika Siedenstrang für jeweils 13 Einsätze, Christa Kraßtinat und Georg Sievertsen für jeweils elf Einsätze auszeichnen. Außerdem wählten wir eine Kandidatin für das Schöffenamt. Und Lotte Zumdick erhielt im Auftrag von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Ehrenamtsnadel des Landes Mecklenburg Vorpommern überreicht.“

Sie sei ein äußerst gelungenes Beispiel für die West-Ost-Integration, lobt Marianne Röckseisen, die im Übrigen den Zusammenhalt in Bresegard als „sehr gut“ bezeichnet. Es sei eine lebendige Gemeinschaft, inmitten einer wunderschönen Natur, der sie in Bresegard vorstehe. „Wer bei uns leben möchte, trifft eine gute Entscheidung.“

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