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Groß Zecher : Nasses Saisonende auf dem Campingplatz

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

In Groß Zecher am Schaalsee packen in diesem Monat die Camper ihre Vorzelte ein und fahren die Wohnwagen in das Winterquartier

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erstellt am 12.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Von weitem ist das Geklapper der Vorzeltstangen zu hören. Eingeweihte wissen: Das ist das Geräusch beim Abbauen der Zelte zum Saisonende. „Hans-Hermann ist da vorne am Miet-Wohnwagen zugange“, sagt Hans-Georg Bautz. Der 81-jährige Hamburger sitzt mit seinem Campingnachbarn Heinz Schumann am Ufer des Schaalsees. Beide genießen die letzten wärmenden Strahlen der Herbstsonne. Auf dem Campingplatz, der sich auf einer Fläche von sieben Hektar entlang des westlichen Teils des Schaalsees gleich hinter der Landesgrenze erstreckt, ist Abschiedsstimmung eingezogen. Im Oktober bauen die Campingfreunde ihre Vorzelte und Wagen ab, der Platz ist nur von März bis Oktober geöffnet.

Doch bevor die Winterruhe einzieht, hat auch Platzwart Hans-Hermann Scheel noch alle Hände voll zu tun. Auf dem Platz gibt es 110 Dauer- und 30 Tagesplätze für Wohnwagen, Wohnmobile und Zelte. Die fünf Miet-Wohnwagen gilt es einzuwintern, dann sind auch noch einige Sturmschäden aufzuarbeiten. Für ihn war die Saison 2017 sehr verregnet.

Platzwart Hans-Hermann Scheel hat in diesen Tagen alle Hände voll zu tun. Die Miet-Wohnwagen müssen eingewintert werden, und auch sonst gibt es noch viel zu tun.
Platzwart Hans-Hermann Scheel hat in diesen Tagen alle Hände voll zu tun. Die Miet-Wohnwagen müssen eingewintert werden, und auch sonst gibt es noch viel zu tun. Foto: Hirschmann
 

„Ich mussten sogar sechs Plätze für Tagesgäste drei Wochen lang sperren, weil durch den Regen dort das Wasser stand. Kurzum, wir bilanzieren eine 75-prozentige Auslastung im Vergleich zu den guten Vorjahren. Trotzdem denke ich, dass wir dennoch die gleiche Übernachtungszahl wie in den Vorjahren hatten. Viele nahmen den Regen in Kauf, reisten dann aber auch wieder ab. Camping ist eben ein Wettergeschäft, die Wohnwagen waren zu 100 Prozent ausgelastet, mit den Zeltplätzen sah es anders aus“, blickt der Platzwart auf die verregnete Saison zurück.

Für den gebürtigen Hamburger Hans-Georg Bautz (81) war in der vergangenen Saison das Wetter so schlecht, dass er dazu nichts weiter sagen will. Er ist gut 45 Jahre Camper auf dem Platz in Groß Zecher.

„Hier ist es schön, keine Frage, aber für mehrere Wochen fahre ich ja auch noch nach Norwegen. Jetzt ist auch bei uns Abbauen angesagt. Trotzdem lassen wir uns nicht entmutigen, die nächste Saison kommt bestimmt. Davor bin ich aber noch Wintercamper in den Bergen in Bayern“, erzählt er im SVZ-Gespräch. Heinz Schumann (70), sein Nachbar, ist seit 46 Jahren Dauercamper am Schaalsee. Er wohnt gleich um die Ecke in Hakendorf. „So lange ich hier bin, kann ich mich nicht erinnern, dass das Wetter jemals so nass und und so schlecht war. Jetzt mache ich sauber und baue ab“, sagte er. Für Ingolf Kayser aus Tessin bei Wittenburg geht eine gute Campingsaison zu Ende. Er hat im Frühjahr einen Wasserplatz bezogen, den er gut nutzen konnte. Inzwischen entdecken immer mehr Hagenower, Wittenburger und Zarrentiner die naturnahe und reizvolle Gegend des Schaalsees als Urlaubsregion für sich. Doch jetzt ist erst einmal Schluss mit der Freiluftsaison. Im kommenden März wollen sie alle wieder an den Start gehen am Schaalsee.

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