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Hagenower Kreisblatt

14. Dezember 2017 | 09:22 Uhr

Rockdorf Greven : Nächstes Jahr im neuen Zelt

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

17. Grevener Bluesnächte am 25./26. August / Danach Abriss des alten und Aufbau des neuen Festzeltes

svz.de von
erstellt am 15.Aug.2017 | 14:10 Uhr

Am 25. und 26. August werden im „Rockdorf“ Greven bereits zum 17. Mal die Bluesnächte zelebriert, und diesmal hat sich Cheforganisator Harald Elgeti etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Denn der Abend am letzten Freitag im August wird den „DDR-Legenden“ der Bluesmusik gehören. Wer in der DDR jemals Fan von Bluesmusik war, wird sie kennen und nicht vergessen haben: Uschi Brüning wird mit ihrer Band kommen, „Engerling“ - damals die Bluesband schlechthin - und auch Jürgen Kehrt tritt auf. Um 19.30 Uhr geht es los und weil es um DDR-Legenden geht, gibt es parallel eine Ausstellung von Feuerwehrautos und Zweirädern aus der DDR. Die haben Namen wie „Spatz“, „Schwalbe“ oder „Star“, „Troll“ und „Berlin“. Einlass ist am Freitag ab 19 Uhr, das Musikprogramm beginnt um 19.30 Uhr. Den Abend ausklingen lässt „8 to the bar“, keine DDR-Legende, aber altbekannte und immer wieder gern gesehene Gäste in Greven. „Das ist der Bluesrhythmus“, erklärt Harald Elgeti den Namen. „Acht Anschläge auf der Gitarre bis zum Bar.“

Der Sonnabend wartet diesmal mit neuen, vielversprechenden und bekannten, immer wieder gern gehörten Musikern auf. Den Start übernimmt um 19.30 Uhr die Cleo- und Günter-Brackmann-Band. „Cleo ist eine ganz junge Sängerin aus Hamburg mit einer ganz tollen Stimme“, schwärmt Harald Elgeti. „Wir haben die in Lüttenmark beim Griechen gehört, als sie 15 oder 16 war. Jetzt war sie gerade für zwei Jahre in den Staaten zum Gesangsunterricht.“

Das Abendprogramm wird durch den beileibe nicht unbekannten Abi Wallenstein und seine Bandkollegen Georg Schröter und Marc Breitfelder fortgesetzt. „Georg und Marc haben 2011 als erste und einzige Nichtamerikaner die ‘Memphis-Blues-Challenge’ gewonnen“, plaudert der ehemalige Chef des Kreisbauernverbandes aus dem Nähkästchen.

Im Anschluss geht Nils van der Leyen (ja, tatsächlich verwandt mit Uschi, nämlich ihr Neffe) auf die Bühne, zusammen mit seinen Boogie-Soulmates, das sind Sängerin Alicia Emmi Berg und Schlagzeuger Andreas Bock. Die Formation präsentiert Rhythm & Blues aus den 50er und 60er Jahren sowie aktuelle Coversongs mit einem einzigartigen Sound.

Last but not least wird der in Greven ebenfalls wohlbekannte Henry Heggen mit den „Crazy Hambones“, das sind außer ihm Brian Barnett und Micha Maass, auf die Bühne gehen. Der Name „Crazy Hambones“ bedeutet übrigens „Verrücktes Schenkelklopfen“ und war früher ein Spiel von Schuhputzerkindern, die damit ihre Kundschaft unterhielten. „Die ‘Crazy Hambones’ verbinden die Freiheit des Blues ohne Rücksicht auf Trends und Klischees mit aufregenden Songs, ekstatischen Mundharmonika-Specials, manischen Gitarren-Sounds und stampfenden Schlagzeuggrooves“, beschreibt die Band sich selbst auf ihrer Website.

Wie immer kümmert sich an beiden Abenden die Feuerwehr Greven um die kulinarische Versorgung der Besucher, versichert Harald Elgeti. Besonders beliebt sind die selbst gemachten Kartoffelpuffer, heißt es.

Sobald der letzte Kartoffelpuffer gegessen und die letzte Note verklungen ist, wird das Festzelt in Greven abgerissen. Doch keine Sorge, nur um danach ein neues aufzubauen. „Das jetzige hat der Verein ‘Kultur in Greven’ seit 1947“, erklärt Elgeti dazu. „Da sind Dielen gebrochen, das Fundament ist gerissen und bei einem der Giebel ist fraglich, ob er den nächsten Sturm übersteht.“ Außerdem wird die Grundfläche von 27 x 15 auf 39 x 15 Metern wachsen. „Dann müssen wir nicht mehr bei Veranstaltungen wie den Bluesnächten ein Zusatzzelt aufstellen.“ Das neue Festzelt soll Ende November stehen, die Kosten dafür belaufen sich auf 260  000 Euro. Dafür bekommt der Verein Fördermittel, doch 15 Prozent muss er selbst aufbringen.

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