Feuerwehr Wittenburg : Nächste Runde im „Fall Schwarz“

Wehrführer Stefan Schwarz steht vor dem möglichen Aus.
Foto:
Wehrführer Stefan Schwarz steht vor dem möglichen Aus.

Kämpferischer Ortswehrführer vor möglichem Aus. Wittenburgs Stadtvertreter wollen erste Anhörungsergebnisse bekanntgeben.

von
18. September 2017, 21:00 Uhr

Jetzt wird es wohl ernst für den in Ungnade gefallenen Ortswehrführer und 1. Stellvertretenden Gemeindewehrführer Stefan Schwarz. Auf ihrer Sitzung am Donnerstag um 19 Uhr im Rathaus will die Stadtvertretung erste Ergebnisse der Anhörung zu seiner Abberufung bekanntgeben.

Die Mandatsträger entscheiden aufgrund der Aktenlage, ob das Verfahren formal weitergeführt wird oder nicht. Dann gäbe es eine offizielle Anhörung. Diese schließt zwingend auch eine Anhörung der Wittenburger Kameraden in einer Mitgliederversammlung ein. Die letztendliche Entscheidung, ob Stefan Schwarz aus dem Ehrenbeamtenverhältnis entlassen wird, trifft der Landkreis. Bis zur endgültigen Entscheidung können also noch Wochen wenn nicht gar Monate vergehen. Seine Arbeit bei der Wittenburger Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH hat Schwarz bereits verloren. Die Stadt ist mit über 50 Prozent Anteilseigner.

Bürgermeisterin Margret Seemann will sich im Vorfeld der Sitzung zu den einzelnen Vorwürfen nicht äußern. Es sei ein hochkompliziertes Verfahren, das die Verwaltung viel Arbeit gekostet habe, betont sie auf SVZ-Anfrage. „Ich darf dazu noch nichts sagen, weil das Verfahren in den Händen der Stadtvertreter liegt. Es soll keine Vorverurteilung vorgenommen werden.“

Ob dieser Fall sich noch länger hinziehen werde, kann der CDU-Fraktionschef der Stadtvertretung, Michael Luchs, nicht beantworten. „Die Verwaltungsspitze, also die Bürgermeisterin, hat uns den Fall vorgetragen. Wir entscheiden jetzt nach Aktenlage.“

Diese Aktenlage liegt Stefan Schwarz schwer im Magen. „Ich bin als Wehrführer sehr enttäuscht, dass nicht ein Mitglied der Stadtvertretung bisher das Gespräch mit mir oder meinem Stellvertreter Sven Steinhauer gesucht hat, schließlich haben die Mandatsträger das Abberufungsverfahren ja auch eingeleitet.“ Dass er den fachlichen wie persönlichen Anforderungen, die das Amt an ihn stellten, nicht genüge, hält Schwarz für grotesk.

Den vollständigen Beitrag finden Sie im e-paper-Programm unserer Zeitung und der Printausgabe am Dienstag.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen